Berlin (dpa) - Das Bundesinnenministerium denkt momentan nicht daran, ein spezielles Hilfsprogramm für den Sport aufzulegen.

"Das BMI hat auf die vielfältigen Teile der Rettungsschirme verwiesen, die schon jetzt von Verbänden und auch Vereinen in Anspruch genommen werden können", berichtete die Sportausschussvorsitzende des Bundestages, Dagmar Freitag, nach einer Sitzung ihres Gremiums am Mittwoch in Berlin.

Der Deutsche Olympische Sportbund habe das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte beauftragt zu ermitteln, "wo es darüber hinaus Unterstützungsbedarf bei Verbänden und Vereinen" gebe. "Die ermittelten Daten könnten eine Basis für weitere Gespräche mit der Politik sein", meinte Freitag. "Ich halte dieses Vorgehen jedenfalls für besser und auch seriöser als nur pauschal "mehr Geld" zu fordern, wie es der DOSB gleich zu Beginn der Krise in einem Schreiben an Regierung und Fraktionen getan hatte."

Unterdessen habe das Bundesinnenministerium noch einmal eindeutig klargestellt, "dass man von Seiten des Ministeriums den Spitzenverbänden eine hohe Flexibilität beim Einsatz der für 2020 bewilligten Mittel ermöglicht hat", sagte die SPD-Politikerin. Der Bund sehe seine Verantwortung gegenüber den Verbänden, zumal beispielsweise noch nicht absehbar sei, ob alle Wirtschaftspartner der Verbände ihre Leistungen unvermindert für 2020 fortsetzen könnten.