Buenos Aires (dpa) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat Hinweise auf rund 400 neue Fälle mutmaßlichen Dopings erhalten.

Zahlreiche Informanten seien nach dem Dopingskandal in Russland auf die WADA zugekommen und hätten wertvolle Informationen geliefert, sagte der deutsche WADA-Chefermittler Günter Younger in Buenos Aires. Unter den Informanten seien viele Russen. "Wir werden immer mehr anerkannt und mehr Whistleblower kommen zu uns", sagte Younger.

Die Anti-Doping-Agentur hatte im März eine Hotline und eine Handy-App aufgelegt, über die Informanten anonyme Hinweise auf Dopingfälle geben können. "Ich bin überwältigt", sagte Younger. "Ich dachte, wir bekommen vielleicht ein paar Hinweise, aber wir haben sehr viele erhalten. Wir haben 400 Fälle registriert."