New York (dpa) - Tennis-Rüpel Nick Kyrgios hat bei den US Open wieder einmal für Aufsehen gesorgt. Der Australier bezeichnete die Herren-Profiorganisation ATP im Anschluss an seinen Erstrundensieg gegen den Amerikaner Steve Johnson als "korrupt".

Auf die Frage, ob ihn seine hohe Geldstrafe in Höhe von gut 100.000 Euro vor den US Open mental beeinflusst habe, antwortete der Australier in New York: "Überhaupt nicht. Die ATP ist ziemlich korrupt."

Die ATP leitete Ermittlungen gegen Kyrgios ein. Entsprechend der Regeln würden die Aussagen des Australiers untersucht und dann eine Entscheidung über eine mögliche Strafe gefällt. Ein Zeitfenster für eine Entscheidung nannte die ATP nicht. Kyrgios bestreitet am Donnerstag seine Zweitrunden-Partie gegen den Franzosen Antoine Hoang.

Mit etwas Abstand zu seinen Äußerungen ruderte Kyrgios ein wenig zurück und nahm die Bezeichnung "korrupt" zurück. Es sei nicht "die korrekte Wortwahl gewesen", schrieb Kyrgios in den sozialen Medien. Allerdings sei er der klaren Meinung, dass die ATP mit "zweierlei Maß" messe, wenn es um Fehlverhalten von Spielern auf dem Platz gehe. "Um es deutlich zu machen: Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin und versuche auch nicht, es zu sein. Ich gebe zu, dass ich manchmal Strafen und Sanktionen verdient habe, aber ich erwarte Konstanz und Fairness in allen Fällen und im Moment gibt es die nicht", schrieb Kyrgios.

Der Weltranglisten-30. ist neben seiner spielerischen Klasse für seine Eskapaden bekannt. Beim Masters-Turnier in Cincinnati hatte sich der 24-Jährige vor Kurzem wiederholt mit dem Schiedsrichter angelegt, nahm eine nicht genehmigte Toilettenpause, zertrümmerte in den Katakomben zwei Schläger und verweigerte am Ende den Händedruck mit dem Referee. In der Vergangenheit war Kyrgios wegen schlechten Benehmens sogar schon einmal gesperrt worden.

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