Bonn (dpa/tmn) - Sie sind beide klein und plüschig - und trotzdem sollte man Kaninchen und Meerschweinchen nicht zusammen halten. Beide Arten zeigen ein sehr unterschiedliches Verhalten und haben andere Bedürfnisse.

Während Kaninchen beispielsweise den Körperkontakt zu anderen Tieren suchen, bleiben Meerschweinchen eher auf Distanz. Kaninchen bevorzugen erhöhte Orte, Meerschweinchen halten sich gern in geschützten Verstecken auf, erklärt der Deutsche Tierschutzbund. Hinzu kommt: Im Gegensatz zu den eher dämmerungs- und nachtaktiven Kaninchen sind Meerschweinchen tagaktiv.

Eine gemeinsame Haltung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll: Von jeder Art müssen mindestens zwei Tiere gehalten werden. Das Gehege muss beiden Tierarten gerecht werden - das heißt, es muss groß genug sein, mindestens zehn Quadratmeter, und sollte mehrere Stockwerke und Abteile haben, damit sich die Tiere aus dem Weg gehen können.

Für Meerschweinchen müssen zahlreiche Schlupfwinkel vorhanden sein, aber auch genug Freifläche zum Hakenschlagen der Kaninchen. Wichtig ist außerdem, dass Meerschweinchen nicht nachträglich zu Kaninchen gesetzt werden, da letztere sehr stark ihr Revier verteidigen. Je älter die Kaninchen sind, desto riskanter ist es, zu vergesellschaften. Mit jungen Tieren klappt die Zusammenführung in der Regel am besten.