Berlin (dpa) - Neuzugang Mattéo Guendouzi vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist mit dem Coronavirus infiziert. Ein Test des 21 Jahre alten Franzosen vom Dienstagnachmittag fiel positiv aus. Ein zweiter am Mittwoch ebenfalls, teilten die Berliner mit.

Guendouzi sei isoliert worden und befände sich nun für zehn Tage in Quarantäne, hieß es von der Hertha. Er zeige keine Symptome und es gehe ihm gut. Weitere Maßnahmen seien nicht notwendig, teilte der Tabellen-13. mit, der für diesen Donnerstag eigentlich eine Medienrunde mit dem Kapitän der französischen U21-Nationalmannschaft angesetzt hatte. Guendouzi habe bisher keinen Kontakt mit der Hertha-Mannschaft oder anderen Mitarbeitern gehabt.

Er sei sicher nicht erfreut, meinte Trainer Bruno Labbadia: "Es war schon sehr kompliziert mit der Verpflichtung. Jetzt ist der Worst Case eingetroffen." Um den Trainingsstand des Franzosen zumindest zu erhalten, will Labbadia versuchen, mit Guendouzi in dessen Zimmer ein virtuelles Training durchzuführen.

Der Mittelfeldspieler, den Hertha für diese Saison vom FC Arsenal ausgeliehen hat, war in dieser Woche von zwei Einsätzen mit den Junioren von Weltmeister Frankreich zurückgekehrt.

Guendouzi fehlt damit den Berlinern mindestens an diesem Samstag im Meisterschaftsspiel im Olympiastadion gegen den VfB Stuttgart und eine Woche später am 24. Oktober beim aktuellen Tabellenführer RB Leipzig. Er hätte ihn in den Kader gegen den VfB genommen, versicherte Labbadia. "Wir können momentan aber überhaupt nicht beurteilen, wie sein körperlicher Zustand ist", sagte der Coach, nachdem Guendouzi nach seiner Verpflichtung nur wenige Stunden bei der Hertha gewesen war.

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