Washington (dpa) - Hurrikan "Zeta" hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern die US-Golfküste erreicht und mindestens einen Menschen getötet.

Der Wirbelsturm traf am Mittwoch (Ortszeit) im Südosten des Bundesstaates Louisiana auf Land, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. In der Großstadt New Orleans starb ein Mensch durch einen Stromschlag niedergerissener Stromleitungen, wie die Stadtbehörden mitteilten. Sie appellierten an die Einwohner, in ihren Häusern zu bleiben. Videos zeigten heftigen Regen in der Region nahe New Orleans. Meteorologen warnten zudem vor Tornados.

Der Hurrikan zog weiter und befand sich am späten Mittwochabend (Ortszeit) über dem Westen Alabamas, dem östlichen Nachbarstaat von Louisiana, wie das Hurrikanzentrum in seinem jüngsten Bericht um Mitternacht mitteilte. "Zeta" könnte nach Einschätzung von Experten einer der schwersten in der Region seit zehn Jahren werden. "Starke, zerstörerische Windböen, die Bäume und Stromleitungen beschädigen, werden sich wegen Zetas hoher Geschwindigkeit über Nacht und am Donnerstag landeinwärts über Teile des südöstlichen Bundesstaates Mississippi, Alabama, das nördliche Georgia, die Carolinas und das südöstliche Virginia ausbreiten", schrieb das Hurrikanzentrum am späten Mittwochabend um 22.00 Uhr (Ortszeit).

Die Gouverneure der Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi erklärten den Notstand, um sich auf den Sturm vorbereiten zu können. Entlang der Golfküste zwischen dem Südosten Louisianas bis in den Westen Floridas wurde auch vor gefährlichen Sturmfluten gewarnt. Louisianas Gouverneur John Bel Edwards hatte am Mittwoch gemahnt: "Sie sollten Ihre Vorbereitungen abschließen." Der Webseite "Poweroutage.us" zufolge waren alleine in Louisiana in der Nacht zum Donnerstag mehr als 400 000 Menschen ohne Strom.

"Zeta" hatte in den vergangenen Tagen auf der Yucatán-Halbinsel im Südosten Mexikos Bäume und Strommasten umstürzen lassen und Überschwemmungen sowie Stromausfälle verursacht. Der Sturm war dort am späten Montagabend (Ortszeit) auf Land getroffen.

In der diesjährigen Hurrikan-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich bereits so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen waren, aufgebraucht sind. Die Meteorologen griffen deshalb auf das griechische Alphabet zurück, was zuletzt 2005 nötig war. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels.

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