Klietz l Panzergrenadiere aus Augustdorf waren die ersten, die ihre „Marder“ auf der neuen Anlage von zwei Wochen Übungsschmutz befreit haben. Blitzblank ging es zum Verladebahnhof Schönhauser Damm und dann zurück zum Standort. Kommandeur Oberstleutnant Michael Vormwald und auch Platzkommandant Major Dirk Hoffmann zeigten sich zufrieden, dass ein weiteres Puzzleteil den Truppenübungsplatz zu einem der modernsten in Deutschland macht.

Alter Waschplatz außer Betrieb

Zwei Millionen Euro hat es gekostet, die Anlage am Rand der Stellfläche am Biwakplatz zu errichten. 0,6 Hektar Wald mussten dafür gerodet werden. Nötig wurde der Neubau, weil der alte Waschplatz in der Kaserne am Klietzer See nicht mehr den Anforderungen entsprochen hat und deshalb auch Ende 2016 stillgelegt worden ist. „Die neue Anlage ist nicht nur moderner, sondern statt eines Waschplatzes gibt es nun vier mit acht Zapfsäulen, so dass die übende Truppe viel schneller mit der Reinigung fertig ist.“ Major Hoffmann berichtet außerdem, dass ausschließlich mit Wasser aus einem extra gebohrten Brunnen gewaschen wird. Sollte Öl im Abwasser sein, wird es abgezogen und allen Vorschriften entsprechend entsorgt. Das gereinigte Wasser wird für die Rinnenspülung wieder verwendet. Bei unter 5 Grad schaltet sich die Anlage automatisch ab, jederzeit kann sie von der Kaserne am See aus überwacht werden.

Zwei Jahre hatte der Bau gedauert.

Kurz vor der Fertigstellung steht die neue Zufahrt zur Kaserne im Walde. Die erfolgt dann nicht mehr über die ­schmale Zufahrt vom See aus, sondern von der Platzrandstraße, die dazu im kommenden Jahr auch noch mit einer Abbiegespur aufgeweitet wird. Weil die Lieferung des großen Tores länger als geplant dauert, wird die neue Zufahrt samt neuem Wachgebäude Ende Juli/Anfang August in Betrieb genommen.

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Instandsetzungszeit beginn

Laut Plan zum Ende des Jahres wird auch die neue Panzerfaust-Schießbahn 15/16 seiner Nutzung übergeben, hier fehlt noch das Zielbaugerät.

Ab kommenden Montag herrscht auf dem Platz sechswöchige Instandsetzungszeit. Die wird genutzt, um alle Anlagen und Wege wieder herzustellen und um Fundmunition zu bergen beziehungsweise vor Ort zu sprengen.