Foxborough (dpa) - NFL-Profi Jakob Johnson (25) hält eine Profi-Football-Liga in Europa für möglich und sinnvoll.

"Es ist für mich ganz klar, dass es für Football in Deutschland genügend Fans gibt und dass es in Deutschland und Europa eine Liga geben sollte, in der Leute voll professionell spielen können", sagte der aus Stuttgart stammende Fullback der New England Patriots. "Wenn es Teams in der Verbandsliga oder auch der Kreisliga hinkriegen, ihre Spieler zu bezahlen, dann muss das mit Football in Deutschland auch mal klappen."

Die europäischen Top-Teams im American Football sollen sich ab Sommer 2021 in einer neuen Liga messen. Dann startet die neu gegründete European League of Football (ELF) mit zunächst acht Teams aus Deutschland und Polen, wie die Initiatoren Anfang November bekanntgaben. Commissioner der Liga wird der TV-Kommentator und Football-Trainer Patrick Esume. Die German Football League (GFL) als derzeit höchste deutsche Spielklasse sieht dieses Vorhaben kritisch.

Johnsons Heimatclub, die Stuttgart Scorpions, will in beiden Ligen vertreten sein. Ob das ohne einen Verstoß gegen die Satzung des American Football Verband Deutschlands (AFVD) möglich ist, scheint derzeit noch nicht geklärt. "Ob das jetzt die GFL oder die ELF wird, das wird sich zeigen, wer die besseren Geschäftsleute hat", sagte Johnson. "Ich bin mit den Scorpions so verbunden, dass ich hinter ihnen stehe, egal, wie sie sich entscheiden." Johnson spielt seine zweite Saison in der NFL.

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