Foxborough (dpa) - Der Stuttgarter Jakob Johnson hat ein gemischtes Fazit seiner zweiten Saison in der National Football League gezogen.

"Das ist immer ein bisschen ein lachendes und weinendes Auge. Klar, viel gespielt, meine Rolle in der Mannschaft vergrößert, ein paar richtig gute Spiele gehabt und Momente", sagte der Profi der New England Patriots. "Aber wenn dann die gesamte Teamleistung nicht dem Ziel entspricht, dann fragst du dich: Lag das jetzt daran, dass ich mehr gespielt habe, dass die gesamte Leistung runter gegangen ist? Oder habe ich zum Positiven beigetragen? Wir haben ein gutes Team", sagte er.

Die Patriots haben erstmals seit 2008 die Teilnahme an den Playoffs der NFL verpasst, für Johnson ist die Saison deswegen seit dem Wochenende vorbei. Er spielte in allen 16 Partien und kam elf Mal von Beginn an zum Einsatz. Zudem fing der 26-Jährige als erster deutscher Offensivspieler in der NFL-Geschichte einen Touchdown. Nach einer Woche Urlaub will er mit den Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit beginnen. "Einfach in der Offseason jetzt besser werden und darauf fokussieren, was ich kontrollieren kann", sagte Johnson.

Seine vertragliche Situation beschäftige ihn nicht. Nach der kommenden Spielzeit endet sein derzeitiger Vertrag bei den Patriots. "Ich habe einen guten Agent, auf den ich da vertrauen kann. Aber da sind so viele Fragezeichen allgemein gerade in der NFL, was den Salaray Cap angeht, viele Sachen sind einfach noch offen", sagte Johnson. Es dauere noch ein paar Monate, bis er da mehr wisse. "Aber egal, wie deine vertragliche Situation aussieht, ist die Offseason gleich: Du willst ja ready werden."

In der NFL gibt es Gehaltsobergrenzen für die Teams. Durch Einnahmeverluste in der Corona-Krise ist unklar, wie sich die Budgets der Teams in den kommenden Monaten entwickeln. Johnson hatte vor zwei Jahren über ein Programm für internationale Talente den Sprung in die NFL geschafft.

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