Kansas City (dpa) - Das NFL-Team der Kansas City Chiefs verbietet seinen Fans künftig das Tragen von Haarschmuck und Gesichtsbemalung mit Bezug auf amerikanische Ureinwohner.

Zudem steht die Zukunft eines Gesang-Rituals in Frage, das zum Ruf des Arrowhead-Stadions als lautester Arena der Welt beiträgt, aber auch kritisch gesehen wird. Dies sei das Ergebnis fortwährender Gespräche mit Vertretern von Organisationen, die sich mit Themen beschäftigen, die Ureinwohner betreffen, teilte der Super-Bowl-Champion mit.

Schon in den vergangenen Jahren hatten die Chiefs ihren Anhängern davon abgeraten, mit künstlichem Federschmuck und in Kostümen zu den Spielen zu kommen - nun ist es ein Verbot. Das American-Football-Team folgt damit einem Trend US-amerikanischer Sportmannschaften, sich intensiv mit den von Ureinwohnern als beleidigend oder zumindest respektlos empfundenen Namen, Symbolen oder Bräuchen in ihrem Umfeld zu beschäftigen.

Das Football-Team aus Washington hat sich deswegen vor kurzem von seinem Beinamen Redskins getrennt und sucht eine neue Bezeichnung. Die Kritik am Namen Redskins war lauter und deutlich wahrnehmbarer, aber auch die Chiefs sind in der Vergangenheit immer wieder für ihr Verhalten angegangen worden.

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