Landespokal-Viertelfinale vermutlich erst 2011 / Ausweichspielstätte in Halle fasst nur 5000 Zuschauer

Neuer Streit zwischen HFC und FCM?

26.10.2010, 04:17

Kaum ist das Landespokal-Viertelfinale ausgelost, gibt es schon Probleme. Denn der Knüller zwischen dem HFC und FCM kann nicht wie vom Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) vorgesehen am 20. November stattfinden, weil an dem Wochenende beide Teams Punktspiele austragen. Für weitaus mehr Zündstoff dürfte allerdings die Tatsache sorgen, dass die Heimspielstätte des HFC, das Kurt-Wabbel-Stadion, derzeit umgebaut wird und das Ausweichquartier nur über 5000 Plätze verfügt.

Magdeburg. "Für das Viertelfinale gibt es insgesamt drei Termine – außer dem 20. November sind dies der 29./30. Januar oder der 5./6. Februar 2011. Die Regionalliga be-ginnt nach der Winterpause erst wieder am 12./13. Februar", sagte gestern FSA-Pokalspielleiter Klaus Ebeling und kündigte in diesem Zusammenhang an, dass der FSA Kontakt zu beiden Vereinen aufnehmen werde, um sich gemeinsam zu einigen.

Die weitaus größere Schwierigkeit könnte darin bestehen, einen geeigneten Spielort zu finden. Ebeling dazu: "Der HFC favorisiert den Ausweichplatz in Halle-Neustadt (Stadion am Bildungszentrum/d. Red.). Ob, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen das möglich ist, muss natürlich in Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden noch geprüft werden." Da die Saalestädter aber mit Ausnahme des Derbys gegen den FCM (am 24. November in der Red Bull Arena in Leipzig) alle Regionalliga-Heimspiele in Neustadt austragen, spricht eigentlich nichts dagegen, auch den Pokal-Hit dort durchzuführen.

Dass das Stadion über kein Flutlicht verfügt, fällt an einem Wochenendtermin ebenso nicht ins Gewicht.

Dann schon eher das geringe Fassungsvermögen von 5000. Das nämlich könnte bedeuten, dass der HFC dem FCM nur die vorgeschriebenen zehn Prozent an Gästekarten, also 500, zur Verfügung stellt. Der Fakt, dass deutlich mehr FCM-Fans diese Partie sehen wollen (aber eben nicht können), dürfte das ohnehin angespannte Verhältnis beider Vereine nicht gerade verbessern ... Selbst wenn sich der HFC entschließt, dem Gast mehr als 500 Tickets anzubieten, werden wohl kaum alle Wünsche berücksichtigt werden können.

FCM-Manager Rüdiger Bartsch bezweifelte gestern, dass ein solch sicherheitsrelevantes Spiel in Halle-Neustadt stattfinden kann und bot die eigene MDCC-Arena als Ausweichstätte an: "Das wäre auch die preiswerteste Lösung. Außerdem hat Halle zuletzt beste Erfahrungen in Magdeburg gemacht und dreimal in Folge gewonnen."

Eine Alternative wäre sicherlich ein erneuter Wechsel nach Leipzig. Doch da sind sich ausnahmsweise beide Vereine einmal einig: Wegen der hohen Kosten soll diese Variante möglichst vermieden werden. Und auch Ebeling machte bereits deutlich: "Da bleibt nicht nur nichts übrig, da setzen die Clubs sogar zu. Insofern wäre das die allerletzte Option."