Wien (dpa) - Die österreichische Bundesregierung hat ein 38 Milliarden Euro schweres Hilfspaket angekündigt, um der Wirtschaft in der Corona-Krise zu helfen. Teile des Pakets sind der Erlass von Steuerschulden, Haftungen für Kredite und Notfallhilfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Als Motto gab der 33-Jährige "Koste es, was es wolle" aus. "Alles was es braucht, koste es was es wolle, für Arbeitsplätze und Beschäftigung", sagte Vizekanzler Werner Kogler.

Laut Kurz sollen mit 9 Milliarden Euro als Garantien und Haftungen Kredite abgesichert werden. 15 Milliarden Euro sind als Notfallhilfen für besonders betroffene Branchen vorgesehen, 10 Milliarden für den Erlass von Steuerschulden. Es sei "notwendig und gerecht", sagte Kurz. Man müsse der Sorge um Arbeitsplätze entgegentreten. Laut Kogler sollen die Maßnahmen gestaffelt nach Branchentypen gesetzt werden. Bereits am Samstag hatte die Regierung angekündigt, dass Betriebe und Mitarbeiter mit vier Milliarden Euro zur Bewältigung der Coronavirus-Krise bereitgestellt werden. So entsteht der Gesamtbetrag von 38 Milliarden Euro.

Österreich kämpft seit Anfang der Woche mit drastischen Maßnahmen gegen die Verbreitung des neuen Virus Sars-CoV-2 an. Zahlreiche Geschäfte mussten dadurch schließen, vor allem die Gastronomie und die Tourismusbranche sind von den Maßnahmen besonders stark betroffen. Mit Stand Mittwoch, 8 Uhr, gab es in der Alpenrepublik 1471 bestätigte Coronavirus-Fälle.