Magdeburg (dpa) l Ein entsprechender Beschluss des DFB-Vorstandes solle noch in diesem Jahr fallen, sodass bereits in der kommenden Saison die bisherigen Qualifikationsspiele wegfallen könnten.

Bei der Konferenz der Präsidenten der Regional- und Landesverbände des DFB wurden zu Beginn dieser Woche mehrere Varianten diskutiert, um die umstrittene Relegation der Regionalliga-Meister zumindest teilweise abzuschaffen. Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sprach sich dafür aus, „von fünf Staffelsiegern steigen vier auf“. Im September würden mit den Regionalliga-Clubs und der 3. Liga Gespräche geführt. „Unser Ziel ist die Verabschiedung der neuen Struktur durch den DFB-Vorstand im Dezember“, erklärte Grindel. Mit Beginn der Saison 2018/19 könnte die neue Regelung greifen.

Mehrere Modelle

Es seien mehrere Modelle vom Spielausschuss vorgestellt und diskutiert worden. Eine Variante sehe vor, dass aus allen fünf Regionalligen der jeweils Erstplatzierte aufsteigt – und aus der 3. Liga fünf Vereine absteigen. Dafür müsste diese von 20 auf 22 Teilnehmer aufgestockt werden. Alle zur Debatte stehenden Modelle sehen die Beibehaltung der fünf Regionalligen vor.

Bilder

Jens Härtel, Trainer des Drittligisten 1. FC Magdeburg, hat mit seiner Mannschaft 2015 in der Aufstiegsrelegation gespielt und sich gegen Kickers Offenbach durchgesetzt. „Wir haben uns am Ende für eine gute Saison belohnt, Offenbach ging es anders“, so Härtel. „Es muss jetzt eine Regelung gefunden werden, die für alle passt.“

Dass die Belastung für die Drittligisten durch eine Aufstockung größer wäre, lässt der FCM-Coach nicht gelten: „In England sind in der 2. und 3. Liga 24 Mannchaften. Die haben noch mal ein ganz anderes Brett zu bohren.“

Petersen erleichtert

Erleichtert zeigte sich Andreas Petersen, Trainer des Regionalligisten Germania Halberstadt. „Es ist schön, dass es jetzt endlich eine klare Linie bei diesem Thema geben soll“, sagt er. „Ein Meister sollte immer aufsteigen. Deshalb bin ich dafür, die 3. Liga auf 22 Mannschaften aufzustocken.“ Bei einer Reduzierung der Regionalligen hätten es Mannschaften wie Halberstadt in Zukunft schwer, die Klasse zu halten. Meinung