Berlin l Die Anhänger des 1. FC Magdeburg machten am Sonntag ihrem Ärger über den Abstieg aus der 2. Bundesliga auf unrühmliche Art und Weise Luft. Ab der 80. Spielminute beim Stand von 0:2 musste Schiedsrichter Robert Schröder die Partie für rund zehn Minuten unterbrechen – im FCM-Block randalierten Chaoten.

Über die Abtrennung aus Plexiglas zwischen Gäste- und Union-Block flogen Gegenstände wie beispielsweise Fahnenstangen, vermummte Personen versuchten von FCM-Seite aus, einen Durchgang zum angrenzenden Block mit Tritten und Schlägen zu durchbrechen. Das Sicherheitspersonal brachte daraufhin zusätzliche Absperrgitter ins Stadion.

Während die Berliner Anhänger auf der anderen Seite auf Abstand zu den Randalierern gingen, zeigten die TV-Kameras bereits Polizeitruppen, die sich außerhalb des Stadions auf den Weg in den FCM-Block machten. Sie brachten die Situation letztlich unter Kontrolle.

„Ich kann die Vorkommnisse nicht bewerten, da ich sie selbst ja nur aus der Ferne wahrgenommen habe“, sagte FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik nach Abpfiff. Dennoch: Der 1. FC Magdeburg erwartet erneut eine Strafe, da die rund 2500 mitgereisten Anhänger außerdem zu Spielbeginn Pyrotechnik gezündet hatten.

Der Verein hatte erst Sonntag einen Polizeieinsatz in Bochum für „überzogen“ erklärt, als FCM-Fans zunächst Pyro im Bahnhof gezündet hatten und danach von der Polizei durchsucht wurden. Sie kamen erst in der zweiten Halbzeit im Bochumer Stadion an.

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