Magdeburg l Maik Franz war am Donnerstag die Erleichterung anzumerken. Nachdem der 1. FC Magdeburg die Verpflichtung von Mario Kvesic öffentlich gemacht hatte, atmete der FCM-Sportchef erst mal tief durch. „Wir waren lange an Mario dran. Es war nicht so einfach, sich gegen die konkurrierenden Vereine durchzusetzen“, betont Franz.

Doch dem Club gelang es letztendlich – der 27-Jährige kommt nach Magdeburg und unterschrieb beim Drittligisten einen Vertrag bis Sommer 2020 plus Option auf eine weitere Zusammenarbeit.

Kvesic kennt den FCM gut

Kvesic ist in Magdeburg kein Unbekannter, schließlich spielte er seit 2015 beim FC Erzgebirge Aue. In der Saison 2015/16 traf er mit Aue zweimal auf den FCM (0:0, 3:0) und lernte auch die MDCC-Arena kennen. In der vergangenen Spielzeit stand er beim 0:0 im Hinspiel auf dem Rasen. In der Folgezeit lief es für den Offensivspieler allerdings nicht mehr wie gewünscht. Insgesamt standen nur zwölf Zweitligaeinsätze bei einem Tor auf der Habenseite.

Beim FCM soll Kvesic, der Dienstagvormittag erstmals mit der Mannschaft trainieren wird, sofort eine wichtige Rolle einnehmen. „Mario hat einiges vorzuweisen. Durch ihn sind wir in der Offensive noch mal flexibler geworden, können mehrere Systeme spielen“, sagt Franz.

In der Europa League am Ball

Kvesic machte seine erste Schritte im Profifußball 2011 bei NK Široki Brijeg (Bosnien-Herzegowina) und war von 2012 bis 2015 beim kroatischen Top-Verein RNK Split in drei Europa-League-Spielen sogar international am Ball.

Der ehemalige U-Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina (14 Einsätze/zwei Tore) spielte in Aue vorwiegend auf der Zehner-Position zentral hinter den Spitzen. „Er kann in einer Raute auf der Zehn, aber auch auf den Halbpositionen auflaufen“, erklärt Franz.

Im FCM-Mittelfeld tummeln sich damit jetzt gleich mehrere ambitionierte Spieler, der Kampf um die Stammplätze wird hart. Schließlich haben Rico Preißinger, Charles-Elie Laprévotte, Björn Rother sowie die Neuzugänge Jürgen Gjasula und Mario Kvesic alle den Anspruch, möglichst oft auf dem Rasen zu stehen.

Bleibt Bülter doch?

Mit der Kvesic-Verpflichtung ist der Kader laut Franz jetzt komplett. Diese Aussage würde sich allerdings relativieren, wenn Marius Bülter doch noch den Verein verlässt. Der zuletzt spekulierte Wechsel zum Erstliga-Aufsteiger Union Berlin wird allerdings immer unwahrscheinlicher. Die Berliner haben gestern nämlich Sheraldo Becker von ADO Den Haag verpflichtet. Es ist anzunehmen, dass Bülter für Union somit nicht mehr interessant sein dürfte.

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