Magdeburg l Drei Punkte sind das Ziel des FCM im Ost-Derby gegen den Chemnitzer FC gewesen. Es galt, den Abstand auf die Abstiegsplätze wieder zu vergrößern. Das gelang nicht

Tore

0:1 Dejan Bozic (41.): Nach einem klugen Pass von Tarsis Bonga spielte Davud Tuma direkt in die Mitte weiter. Dort stand Bozic frei und traf zur Gästeführung. Allerdings stand Tuma bei Bongas Pass deutlich im Abseits - Pech für den FCM.

1:1 Jürgen Gjasula (78., Foulelfmeter): Nach einer Kopfballverlängerung am Björn Rother an den Ball, der im Strafraum von Clemens Schoppenhauer gefoult wurde. Den fälltigen Elfmeter verwandelte Jürgen Gjasula eiskalt.

Aufstellung

FCM: Behrens - Chahed, Müller, Koglin, Perthel - Gjasula - Rother, Preißinger (62. Möschl) - Bertram (75. Kvesic), Costly (62. Roczen) - Beck.

Taktik

FCM-Trainer Claus-Dieter Wollitz wechselte im Vergleich zum 0:2 gegen Meppen dreimal: Für Leon Bell Bell, Dustin Bomheuer und Manfred Osei Kwadwo liefen diesmal Timo Perthel, Brian Koglin und Tarek Chahed auf. Bell Bell, Bomheuer udn Kwadwo schafften es nicht mal in den Kader.

Der Coach vertraute taktisch wie zuletzt einem 4-1-4-1 mit Chahed als Rechtsverteidiger und Marcel Costly vorne links.

Spielverlauf

1. Halbzeit: Dem FCM war von Beginn an anzumerken, dass die Mannschaft nach dem schwachen Meppen-Spiel unbedingt eine Reaktion zeigen wollte. Die Gastgeber störten die Chemnitzer früh, gingen zudem mit Engagement in die Zweikämpfe. Die erste gute Gelegenheit hatte Marcel Costly, der aber zu überhastet über das Tor schoss (9.). Der Club war klar am Drücker, Chemnitz kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Besonders Rico Preißinger, gegen Meppen noch außer Form, präsentierte sich ganz stark.

Die Chemnitzer lauerten offensichtlich auf die eine Konterchance, die zum Erfolg führt - eine gefährliche Situation für den FCM. Und genau so wurde Magdeburg mit der ersten Chemnitzer Chance bestraft. Allerdings hatten die Gäste Glück, da dem Treffer eine Abseitsstellung vorausging. In der Nachspielzeit rettete Björn Rother nach einer Ecke und köpfte den Ball an die Unterkante der Latte, bevor die Situation geklärt wurde.

2. Halbzeit: Wollitz verzichtete in der Pause auf einen Wechsel - etwas überraschend bei Alternativen wie Maio Kvesic, Patrick Möschl und Dominik Ernst auf der Bank. Und Chemnitz machte es dem FCM vor, wie man in der Offensive zwingend agieren muss. In der 56. Minute köpfte Matti Langer gefährlich auf das Club-Tor - Torhüter Morten Behrens hielt stark. Nach einer Stunde hatte Wollitz genug gesehen - wechselte Patrick Möschl und Anthony Roczen für Marcel Costly und Rico Preißinger ein (62.). Doch Chancen hatte der FCM weiterin nicht. Ein Standard war es dann, der die zwischenzeitliche Erleichterung brachte: Jürgen Gjasula verwandelte einen Elfmeter, nachdem Björn Rother gefoult wurde (78.). Fünf Minuten vor Abpfiff hatte Christian Beck eine Riesenchance - sein Kopfball ging aber deutlich daneben. Beide Teams schenkten sich nichts - der Rasen zeigte deutliche Gebrauchsspuren.

Fazit

Der FCM zeigte sich deutlich engagierter als zuletzt, hatte die Partie anfangs auch im Griff. Doch vor dem gegnerischen Tor war der Club wieder einmal zu harmlos. Chemnitz hingegen traf mit der ersten Chance. Durch den Ausgleich belohnte sich der FCM zwar, der Punkt ist unter dem Strich aber trotzdem zu wenig.

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