Magdeburg l Stefan Krämer und der 1. FC Magdeburg erlebten am Samstag in Halle einen „relativ entspannten Nachmittag“. Beim 5:0-Sieg im Landespokal-Viertelfinale setzte sich der Drittligist letztlich souverän beim Verbandsligisten BSV Ammendorf durch. Trotz durchgemischter Aufstellung zeigten sich die Magdeburger nur in der Anfangsphase etwas fahrig, übernahmen dann die Spielkontrolle. Allerdings tauchte ein altbekanntes Problem wieder auf: Die Chancenverwertung bleibt eine Baustelle beim FCM.

FCM fehlt die Effektivität

„Das ist etwas, was ich der Mannschaft noch einmal ins Gedächtnis rufen werde“, meinte Trainer Krämer dementsprechend, „denn in der 3.  Liga bekommst du in manchen Spielen eben nur eine Chance. Und die muss drin sein, wenn du 1:0 gewinnen willst.“ Die Verlässlichkeit bei der Treffsicherheit – „da wir das trainiert haben, hätten wir das eine oder andere Tor mehr schon machen sollen“.

Zum Beispiel waren es Sirlord Conteh und Manfred Osei Kwadwo, die zu guten Abschlussmöglichkeiten kamen, diese aber nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnten. So scheiterte Kwadwo vor dem 1:0, nachdem er sich auf der linken Seite stark durchgesetzt hatte, am BSV-Torhüter Norbert Guth. Anthony Roczen konnte den Ball in der Folge jedoch noch zum Führungstreffer verwerten.

Junge FCM-Spieler bekommen Chance

Das Chancenübergewicht war in der zweiten Halbzeit noch auffälliger. Allerdings hatte Krämer seine Startelf, die im 4-4-2-System begann, auch ordentlich durchgemischt. Vor allem die jungen Spieler – Philipp Harant, Marvin Temp –, Rückkehrer nach Verletzungen – Dustin Bomheuer, Timo Perthel – sowie jene, die zuletzt wenig Spielanteile bekommen hatten – Charles Elie Laprevotte, Kwadwo –, liefen auf. „Trotz des Mix haben sie es gut gemacht“, meinte der Trainer, „bei einem guten Verbandsligisten muss man auch erst einmal mit 5:0 gewinnen.“

Bomheuer gibt FCM-Debüt

Bomheuer, der nach monatelanger Verletzungspause sein Pflichtspiel-Debüt gab, hinterließ einen ordentlichen Eindruck. „Er ist über 90 Minuten schmerzfrei geblieben, hatte jetzt aber auch nicht so viele Aktionen, bei denen er als Innenverteidiger wirklich gefragt war“, meinte Krämer, der mit einem Lachen anfügte: „Ich tippe, dass er sich nach diesem Spiel 20 Jahre älter fühlt.“ Seit Juli war der Neuzugang mit Knieproblemen beim FCM außen vor gewesen. Für ihn war es deshalb ein wichtiger Schritt: „Ich bin optimistisch für den weiteren Weg.“

Dieser Weg könnte ihn am kommenden Samstag auch in der MDCC-Arena aufs Spielfeld führen: „Wenn er gut durch die Woche kommt, ist er ganz bestimmt eine Option fürs Spiel gegen Unterhaching“, sagte Krämer.

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