Magdeburg l FCM-Trainer Jens Härtel wechselte im Vergleich zum 1:0-Sieg in Unterhaching dreimal. Für Charles Elie Laprevotte, Florian Pick und den verletzten Julius Düker liefen Björn Rother, Marcel Costly und Christian Beck im 3-4-3-System auf. Die Fans sorgten am 3. Fahnentag mit tausenden Flaggen für eine beeindruckende Kulisse.

Der FCM übernahm zu Beginn wie erwartet das Kommando, konnte sich gegen die starke Defensive des Gegners aber zunächst keine nennenswerte Gelegenheit erspielen. Der KSC lauerte mit Anton Fink und Top-Torjäger Fabian Schleusener auf Konterchancen.  In der 16. Minute ging Beck im Karlsruher Strafraum zu Boden, Schiedsrichter Sören Storks ließ aber weiterspielen. Die Proteste des Kapitäns hielten sich auch in Grenzen.

KSC setzt auf Konter

Beide Mannschaften waren darauf bedacht, nicht zu viel zu riskieren. Nach einem Duell zwischen FCM-Torhüter Jan Glinker und Kai Bülow war Glinker etwas angeschlagen. Ersatzkeeper Alexander Brunst machte sich deshalb nach rund 30 Minuten warm. Wenn Karlsruhe in der Offensive war, liefen die Angriffe oft über die linke Club-Seite. Fink, Schleusener und Jonas Föhrenbach waren immer häufiger im Magdeburger Strafraum zu sehen.

Fahnentag bei 1. FC Magdeburg

Magdeburg (ag) l Beim Spiel des 1. FC Magdeburg gegen den Karlsruher SC sorgten die FCM-Fans mit tausenden Fahnen für eine beeindruckende Kulisse. Der FCM gewann 2:0.

  • Fahnentag beim 1. FC Magdeburg. Foto: Eroll Popova

    Fahnentag beim 1. FC Magdeburg. Foto: Eroll Popova

  • Philip Türpitz jubelt nach seinem 1:0. Foto: Eroll Popova

    Philip Türpitz jubelt nach seinem 1:0. Foto: Eroll Popova

  • Jubel nach dem 1:0. Foto: Eroll Popova

    Jubel nach dem 1:0. Foto: Eroll Popova

  • Mario Kallnik. Foto: Eroll Popova

    Mario Kallnik. Foto: Eroll Popova

  • Mann des Tages war Torhüter Jan Glinker. Foto: Eroll Popova

    Mann des Tages war Torhüter Jan Glinker. Foto: Eroll Popova

  • Warteschlangen an der MDCC-Arena in Magdeburg. Foto: Eroll Popova

    Warteschlangen an der MDCC-Arena in Magdeburg. Foto: Eroll Popova

  • Fans des 1. Fc Magdeburg im Stadion während des Spiels gegen den Karslruher SC. Foto: Eroll Popova

    Fans des 1. Fc Magdeburg im Stadion während des Spiels gegen den Karslruher SC. Foto: Eroll ...

  • Steffen Schäfer, Philip Türpitz und Dennis Erdmann. Foto: Eroll Popova

    Steffen Schäfer, Philip Türpitz und Dennis Erdmann. Foto: Eroll Popova

  • Tobias Schwede im Zweikampf mit Anton Fink. Foto: Eroll Popova

    Tobias Schwede im Zweikampf mit Anton Fink. Foto: Eroll Popova

  • FCM-Fans in der MDCC-Arena. Foto: Eroll Popova

    FCM-Fans in der MDCC-Arena. Foto: Eroll Popova

  • Marcel Costly und Jonas Föhrenbach. Foto: Eroll Popova

    Marcel Costly und Jonas Föhrenbach. Foto: Eroll Popova

Riesenchance vor der Pause

Die Riesenmöglichkeit zur Führung hatte Philip Türpitz, der nach einem Patzer von KSC-Abwehrspieler Daniel Gordon frei vor Keeper Benjamin Uphoff stand, den Ball eigentlich nur noch reinschieben musste, aber deutlich drüberzog. Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach, als Türpitz in der ersten Hälfte auch eine gute Chance vergab. Matthias Bader zog auf der Gegenseite ab, Glinker hielt aber sicher (44.).

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Nach der Pause überließ der FCM den Gästen den Ball und versuchte, über schnelles Umschaltspiel in der Offensive gefährlich zu sein. Dies gelang aber zu selten. Wieder war es Beck, der in der 55. Minute im Strafraum nach einem vermeintlichen Foul von Uphoff zu Boden ging. Erneut ließ Schiedsrichter Storks weiterspielen. Diesmal protestierten die Fans auf der Tribüne aber lautstark.

Türpitz lässt Fans jubeln

Der Club fand bei seinen Angriffsversuchen nur selten die Lücke, viele Pässe blieben am Strafraum hängen. Bis zur 69. Minute: Türpitz war es wie in den vergangenen Wochen so oft, der beim FCM den Unterschied ausmachte. Der Stürmer zog von der linken Seite nach innen, der KSC bot auffallend viel Platz, Türpitz nahm die Einladung an, zog ab und verwandelte zum umjubelten 1:0. Damit traf er in den vergangenen fünf Spielen jeweils einmal.

Magdeburg verteidigte den Vorsprung in der Schlussphase leidenschaftlich. Der KSC blieb aber gefährlich und kam in der 87. Minute zur großen Ausgleichschance, als Andre Hainault Florent Muslija im Strafraum foulte. Den folgenden Elfmeter von Schleusener parierte Glinker aber und wurde damit zum Matchwinner für die Blau-Weißen. In der Nachspielzeit schlug dann noch mal die Stunde von Beck, der eine Flanke des eingewechselten Felix Lohkemper zum 2:0 nutzte.

FCM: Glinker – Schäfer, Hainault, Hammann – Erdmann (67. Sowislo), Rother – Butzen, Schwede (82. Handke) – Costly (90. Lohkemper), Beck, Türpitz.

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