Kaiserslautern l Für den FCM war das Traditionsduell in Kaiserslautern enorm wichtig. Es galt, nach elf Punkten aus acht Spielen ein positives Zeichen zu setzen. Das gelang allerdings viel zu selten.

Tore

1:0 Florian Pick (62.): Die Gäste verloren im Mittelfeld den Ball, die rechte Seite war völlig frei. In diesen Raum sprintete der Ex-Magdeburger Florian Pick hinein und nutzte die Chance zum Führungstreffer (62.).

1:1 Tobias Müller (79.): Nach einer Ecke von Sören Bertram verlängerte Christian Beck per Kopf auf Tobias Müller, der zum Ausgleich traf.

Aufstellung

FCM: Behrens - Ernst (66. Chahed), Koglin, Müller, Perthel - Rother, Jacobsen - Conteh (82. Laprévotte), Kwadwo (59. Preißinger) - Bertram, Beck.

Taktik

FCM-Trainer Stefan Krämer vertraute wie zuletzt beim 1:1 gegen Duisburg einer flachen 4-4-2-Taktik. Personell gab es zwei Änderungen: Für Marcel Costly lief Manfred Osei Kwadwo auf, für Charles Elie Laprévotte kehrte der zuletzt verletzte Timo Perthel in die Startelf zurück. Thore Jacobsen rückte deshalb von der linken Seite zurück ins defensive Mittelfeld.

Spielverlauf

1. Halbzeit: Der FCM begann verhalten, überließ Lautern zunächst den Ball und wartete auf Kontermöglichkeiten. Die rund 4000 mitgereisten FCM-Fans sorgten mit ihrer lautstarken Unterstützung für eine Heimspielatmosphäre auf dem Betzenberg. In den ersten zehn Minuten schaffte es der FCM allerdings nicht, dass von Trainer Krämer geforderte Gegenpressing durchzusetzen. Das Team ließ die verunsicherten Gastgeber ungestört spielen, ohne selbst gefährlich nach vorne zu kommen. Ein erstes sportliches Lebenszeichen war der Weitschuss von Sören Bertram (13.). In der Folge wurde das Spiel nicht besser: Der FCM war in seinen Aktionen viel zu langsam, bekam auch über die beiden Außen Sirlord Conteh und Manfred Osei Kwadwo kein Tempo in die Partie. Wieder durch einen Weitschuss hatte Thore Jacobsen wenigstens eine Halbchance (24.). Eine weitere Gelegenheit hatte Björn Rother, der knapp am Pass von Christian Beck vorbeirauschte (38.). Viel mehr gab es ansonsten nicht zu sehen. Während das sonnige Wetter eigentlich alles für ein schönes Spiel bot, glich die Leistung beider Teams eher einem schaurigen Unwetter.

2. Halbzeit: Auch nach dem Seitenwechsel boten beide Mannschaften zunächst spielerische Magerkost. Nach einer Stunde hatte Krämer genug gesehen - Rico Preißinger kam für Kwadwo. Die Passivität des FCM rächte sich wenig später: Der Ex-Magdeburger Florian Pick traf zur Lauterer Führung (62.). Sechs Minuten später kam erneut Pick an den Ball, den der Club kaum in den Griff bekam - sein Pass von der Grundlinie in die Mitte fand allerdings keinen Abnehmer. Christian Beck war es, der mit seinem Linksschuss die erste FCM-Chance in der zweiten Hälfte hatte. Zu diesem Zeitpunkt lief allerdings bereits die 72. Minute. Aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich: Bezeichnenderweise war es mit Tobias Müller wie schon gegen Duisburg ein Verteidiger, der traf. Der FCM schöpfte aus dem überraschenden Ausgleich Mut - Tarek Chahed traf mit seinem Weitschuss aber nur den Gegenspieler (81.), Brian Koglin köpfte nach einer Ecke knapp drüber (84.). In der Nachspielzeit hatte Bertram noch mal die große Chance zum Siegtreffer - am Ende blieb es aber beim 1:1.

Fazit

Schwache Partie des FCM, der es viel zu selten und zu spät schaffte, den verunsicherten Gegner in Gefahr zu bringen. Am Ende hatte diese spielerisch ganz dünne Partie keinen Sieger verdient.  

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