Magdeburg l In der Offensive des Drittligisten 1. FC Magdeburg hatte sich zuletzt ein gutes Trio gefunden. Gemeinsam mit Christian Beck und Luka Sliskovic stürmte Sirlord Conteh, der angibt: „Wir verstehen uns sehr gut. Jeder hat seine Stärken vorn eingebracht. Luka sein Passspiel und Dribbling, ‚Beckus‘ seine Torgefahr und ich mein Tempo.“

Auch Coach Thomas Hoßmang sagte diese Kombination zu, weshalb er in Zwickau wieder auf das Trio setzte. Doch sowohl Sliskovic als auch Conteh mussten verletzungsbedingt vorzeitig runter. Während bei Sliskovic der Verdacht auf einen Muskelfaserriss besteht, mit einer genauen Diagnose aber erst am Mittwoch zu rechnen ist, gab es bei Conteh schon Entwarnung. Er hat sich nur eine Sehnenzerrung zugezogen. „Ich fühle mich ganz gut, merke aber noch ein bisschen was“, sagt der 24-Jährige.

Sogar im Mannschaftstraining dabei

Er war sogar im gestrigen Mannschaftstraining dabei, hat sich aber bei Spielformen mit Zweikämpfen ausgeklinkt und ist locker gelaufen. Für einen Einsatz am Freitagabend um 19 Uhr gegen den SV Meppen ist er zuversichtlich: „Ich habe ein gutes Gefühl. Ich arbeite hart daran, dass ich spielen kann.“

Dass er ein Kämpfertyp ist, stellte der Außenspieler schon in Zwickau unter Beweis. Schon nach zwei Minuten verletzte er sich. „Das hat wirklich wehgetan“, sagt Conteh. Doch: „Ich habe es noch einmal versucht, es hat sich nach dem ersten Schmerz etwas besser angefühlt.“ Conteh hatte nach neun Minuten sogar den ersten Torschuss für die Magdeburger abgegeben. Beim nächsten Sprint merkte er dann aber, dass er doch lieber ausgewechselt werden sollte. „Damit es nicht noch schlimmer wird, bin ich lieber raus“, ist er hinsichtlich seiner bisherigen Saison auch vorsichtig. Vom 3. bis zum 10. Spieltag bremste ihn bereits ein Kapsel-anriss im Zeh aus. „Da konnte ich kaum auftreten in Fußballschuhen“, berichtet er.

Schnelligkeit als große Stärke

Ganz anders war das dann beim 1:1 gegen Rostock, als Conteh einer der auffälligsten Spieler war und auch das Tor von Beck auflegte. Ob er danach viel Lob bekommen hat? „Ja schon, aber wir haben nur 1:1 gespielt, das war ärgerlich.“ Wie der pfeilschnelle Außen mit ghanaischen Wurzeln aber gegen die hoch stehenden Rostocker immer wieder in die Räume startete, war schon vielversprechend für den FCM. „Das ist meine Stärke. Mit meiner Schnelligkeit habe ich da schon einen Vorteil.“

Der wohl ligaweit flinkeste Sprinter hat aber noch Defizite im Abschluss, was er selbst am besten weiß: „Das hat mich sehr geärgert“, spricht er seine ausgelassene Großchance gegen Hansa an. „Da lege ich weiter Extraschichten ein.“ Und vielleicht zahlen sich diese dann schon am Freitagabend aus.

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