Berlin l Der FCM brauchte bei Union Berlin unbedingt einen Sieg, um noch die Chance auf den Relegationsplatz in der 2. Bundesliga zu wahren. Doch die Berliner machten dem Club einen Strich durch die Rechnung: Der FCM verlor 0:3 (0:2) und ist somit abgestiegen. Ingolstadt sichert sich mit einem Heimsieg über Darmstadt dagegen den Relegationsplatz.

Tore

1:0 Grischa Prömel (8.): Nach einer langen Flanke parierte FCM-Torhüter Giorgi Loria den Kopfball von Sebastian Andersson zunächst, Grischa Prömel staubte dann aber ab. Der Treffer war umstritten, da Dennis Erdmann in der Mitte von Sebastian Polter geschoben wurde.

2:0 Sebastian Polter (31.): Nach einem bösen Fehlpass von Rico Preißinger sicherte sich Andersson den Ball. Perthel konnte die Flanke nicht verhindern, in der Mitte verwandelte Sebastian Polter ohne Probleme.

3:0 Sebastian Polter (90+6): Erneut ist es Polter, der nach einem Ballverlust von Timo Perthel im Strafraum eiskalt verwandelt.

Aufstellungen

Union Berlin: Gikiewicz - Trimmel, Friedrich, F. Hübner, Reichel (79. Lenz) - Schmiedebach, Prömel - Zulj, Mees (72. Kroos) - Polter, Andersson.

FCM: Loria - Chahed (58. Lewerenz), Müller, Erdmann, Perthel - Ignjovski (73. Rother) - Hammann, Preißinger - Bülter, Lohkemper (58. Costly), Beck.

FCM verliert 0:3 gegen Union Berlin

Magdeburg/Berlin (dt) l Der 1. FC Magdeburg hat das Spiel gegen 1. FC Union in der 2. Bundesliga am Sonntag mit 0:3 verloren. Damit ist der Abstieg aus der 2. Liga für Magdeburg besiegelt.

  • Ein Spieler des 1. FC Magdeburgr sitzt nach dem Schlusspfiff auf dem Spielfeld. Foto: Jörg Carstensen/dpa

    Ein Spieler des 1. FC Magdeburgr sitzt nach dem Schlusspfiff auf dem Spielfeld. Foto: Jörg C...

  • FCM-Spieler Magdeburgs Tarek Chahed (l) und Joshua Mees von Union Berlin im Zweikampf. Foto: Jörg Carstensen/dpa

    FCM-Spieler Magdeburgs Tarek Chahed (l) und Joshua Mees von Union Berlin im Zweikampf. Foto: J&#x...

  • Marius Bülter (l) vom 1. FC Magdeburg und Unions Sebastian Polter beim Kopfball. Foto: Jörg Carstensen/dpa

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  • Sebastian Andersson (M) von Union Berlin nimmt, eingeklemmt zwischen Timo Perthel (l) und Tobias Müller vom 1. FC Magdeburg, den Ball mit der Brust an. Foto: Jörg Carstensen/dpa

    Sebastian Andersson (M) von Union Berlin nimmt, eingeklemmt zwischen Timo Perthel (l) und Tobias ...

  • FCU-Spieler Florian Hübner (l) und FCM-Spieler Marius Bülter steigen hoch zum Kopfball. Foto: Jörg Carstensen/dpa

    FCU-Spieler Florian Hübner (l) und FCM-Spieler Marius Bülter steigen hoch zum Kopfball....

Taktik

FCM-Trainer Michael Oenning wechselte im Vergleich zum 2:4 in Bochum auf drei Positionen. Für die verletzten Charles Elie Laprévotte und Jan Kirchhoff kamen die zuletzt gelbgesperrten Rico Preißinger und Timo Perthel in die Mannschaft. Außerdem feierte Giorgi Loria nach überstandenen Adduktorenproblemen sein Comeback. Für ihn rückte Alexander Brunst auf die Bank.

Taktisch kehrte Oenning von der Dreier- zur Viererkette zurück. Außen verteidigten Timo Perthel (links) und Tarek Chahed (rechts). Im defensiven Mittelfeld lief Aleksandar Ignjovski auf, auf der Zehner-Position spielte Marius Bülter. Vorne stürmten Felix Lohkemper und Christian Beck.

Nach der Halbzeit stellte Oenning auf ein 3-5-2-System um. Auf der zentralen Abwehrposition agierte Dennis Erdmann, auf die Flügelpositionen im Mittelfeld rückten Marcel Costly (rechts) und Bülter (links).

Spielverlauf

1. Halbzeit: Nach nicht mal einer Minute wurde die Partie bereits unterbrochen, die FCM-Fans zündeten reichlich Rauchbomben. Auf dem Rasen war dem Club anzumerken, um wie viel es für den Verein ging. Ignjovski setzte mit einer Grätsche ein erstes Zeichen (3.). In der Offensive zog Nico Hammann einen Distanzschuss über das gegnerische Tor (7.). Nur eine Minute später machte allerdings Union mit der ersten Chance das 1:0: Zunächst parierte FCM-Keeper Giorgi Loria, Grischa Prömel traf aber im Nachsetzen. In der Folge strotzte Union vor Selbstvertrauen, hatte deutlich mehr Zug zum Tor. Der Club musste sich von diesem Rückschlag erst mal erhohlen. Nach einer Viertelstunde verschaffte sich das Oenning-Team etwas Entlastung. Parallel machte die Meldung von der Ingolstädter Führung die Runde - der FCM war nach 25 Minuten zwischenzeitlich abgestiegen.

Gerade, als sich der Club vermeintlich gefangen hatte, folgte der nächste Nackenschlag: Nach einem Fehlpass von Rico Preißinger und einer Flanke des Berliner Andersson verwandelte Sebastian Polter zum 2:0 (31.). Auf der Gegenseite hatte dann Felix Lohkemper eine große Chance, verpasste aber knapp (33.). Der Druck auf den FCM wurde immer größer, das war dem Team auch deutlich anzumerken.

2. Halbzeit: In der zweiten Halbzeit vertraute Trainer Michael Oenning zunächst auf dieselbe Elf. Eine direkte Reaktion der Mannschaft auf dem Feld blieb aber aus. Union Berlin bestimmte weiter das Spiel, sie wollten ihre Führung ausbauen. In der 55. Minute tastete sich Lohkemper dann per Distanzschuss erstmals wieder an den gegnerischen Strafraum heran. Der Ball ging jedoch deutlich am Tor vorbei. Oenning versuchte, mit der Einwechslung von Steven Lewerenz und Marcel Costly ab der 58. Minute noch einmal neue Akzente zu setzen. Die Partie plätscherte in der Folge jedoch vor sich hin, dem FCM gelangen ganz selten Aktionen nach vorne. In der 77. Minute dribbelte sich Lewerenz vor das Tor der Berliner, verzettelte sich jedoch bei seiner Einzelaktion.

In der 80. Minute richtete sich der Fokus dann auf den Gästeblock. Dort lieferten sich FCM- und Union-Anhänger einen Schlagabtausch über eine Abtrennung aus Plexiglas hinweg. FCM-Fans schlugen auf die Scheiben ein und versuchten mit Tritten eine Tür zum angrenzenden Block zu durchbrechen. Union-Fans wichen zurück. Gegenstände wie Fahnenstangen flogen, das Spiel wurde über zehn Minuten unterbrochen. Ordner trugen zusätzliche Absperrgitter ins Stadion. Letztlich marschierte die Polizei in den FCM-Block und sorgte für Ruhe.

Für den FCM kam es noch dicker: Nach einem Fehler von Perthel im eigenen Strafraum schob Polter zum 0:3 (90.+6) ein.

Fazit

Der FCM unterlag verdient mit 0:3 bei Union Berlin und muss nach nur einem Jahr wieder in die 3. Liga zurückkehren.

 

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