Magdeburg l Nach 15 gespielten Minuten konnte man beim Testspiel des 1. FC Magdeburg gegen den FSV Barleben am Montagabend die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören. Die knapp 500 Zuschauer verstummten, nachdem Aleksandar Ignjovski schreiend zu Boden gegangen war. Seine Mitspieler konnten die Szene nur beobachten, der Schreck stand auch ihnen ins Gesicht geschrieben. Zwei Sanitäter trugen Ignjovski letztlich vom Spielfeld. „Das können wir jetzt ja gerade noch gebrauchen“, raunte ein Zuschauer. Zu diesem Zeitpunkt wusste dieser noch nicht um die Schwere der Verletzung, lag mit seiner Vermutung, dass es keine Lappalie sein würde, aber richtig.

Der 27-Jährige hat sich eine komplizierte Verletzung am rechten Ellbogen mit Kapsel-Bänderriss zugezogen. Nach Angaben des Fußball-Zweitligisten muss er sich weiteren Untersuchungen und einer Operation unterziehen. Die Crux ist aber die Dauer des Ausfalls: Acht bis zehn Wochen wird der Serbe dem FCM fehlen. Schlimmstenfalls also bis Anfang Januar. Eine Genesung bis zum Rückrundenstart – am 22. Dezember auswärts bei St. Pauli – scheint somit aussichtslos.

Oenning: "Wird uns fehlen"

„Das ist sehr unglücklich“, sagt Trainer Michael Oenning, der noch am späten Montagabend von der Diagnose erfahren hat, „er wird uns auf jeden Fall fehlen. Ignjovski ist aufgrund seiner Erfahrung ein wichtiger Spieler, der zuletzt auch gute Leistungen gezeigt hat.“

Dass so etwas gerade in einem Testspiel passiert, dessen Aussagekraft sowieso gering war, sei zwar ärgerlich – gehöre aber zum Sport dazu. „In diesem Fall war es einfach Pech. Das hätte ihm auch auf dem Zebrastreifen passieren können oder eben hier beim Trainingsspiel. Gut ist, dass wir eine klare Diagnose haben. Und jetzt muss sich der Blick auch voraus in die Zukunft richten“, meint Oenning. Seine Kaderplanung für das Auswärtsspiel in Fürth am kommenden Freitag (18.30 Uhr/Sky) wird davon nämlich auch beeinflusst.

Chance für FCM-Spieler

„Es geht jetzt darum, den Ausfall auszugleichen. Das ist natürlich eine Chance für einen anderen Spieler, sich zu zeigen“, betont Oenning. Ob er da schon jemanden im Auge hat, lässt der Trainer allerdings noch nicht durchblicken. „Wir werden das genau analysieren. Aber im Mittelfeld richtet es sowieso nicht ein Spieler allein, sondern die Aufgabe verteilt sich auf mehrere Schultern.“

Hier geht's zu unserem FCM-Blog.