Magdeburg l Seit Wochen wurde über einen Wechsel von Marius Bülter spekuliert, am Donnerstagabend bestätigte der FCM den Transfer zu Union Berlin. Das Modell des Wechsels ist allerdings überraschend: Bülter verlängert nämlich seinen Vertrag bei FCM bis Sommer 2022 und wird zunächst für ein Jahr zu Union Berlin ausgeliehen. Im Sommer 2020 hat der Erstliga-Aufsteiger dann eine Kaufoption. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Bülter nach Magdeburg zurückkehrt, sollte er sich in Berlin nicht durchsetzen. Über Ablösemodalitäten machte der Club keine Angaben.

"Das Modell der Leihe eines Spielers inklusive Kaufoption von einem Drittligisten zu einem Bundesligisten ist vielleicht etwas außergewöhnlich, schafft aber am Ende Zufriedenheit für den Spieler und beide Clubs zugleich", sagt FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik. "Für die kommende Saison hätten wir Marius mit seiner enormen sportlichen Qualität gern in unserem Kader gewusst, doch konnten wir auch den sportlichen Lebenstraum des Spielers, einmal in der 1. Bundesliga zu spielen, nicht negieren. Entsprechend haben wir den Entschluss gefasst, Marius diese große Chance zu ermöglichen."

Seit Wochen war über einen Abgang von Bülter spekuliert worden. Der Offensivspieler, der im Sommer 2018 vom Regionalligisten SV Rödinghausen zum FCM kam, machte bereits zu Beginn der Vorbereitung in Magdeburg Mitte Juni ganz klar, dass er unbedingt zu Union Berlin wechseln möchte. „Ich hoffe einfach, dass sich die Vereine schnell einigen", stellte er klar. Für ihn sei es eine Riesenchance, die er unbedingt nutzen möchte.

Knackpunkt war lange die vom FCM geforderte Ablösesumme in Höhe von einer Million Euro. Geschäftsfüher Mario Kallnik und Sportchef Maik Franz betonten, dass sie von dieser Linie nicht abrücken werden.

Jetzt gab es aber schließlich doch eine Einigung. Dass Bülter den Club verlassen wird, wurde in den vergangenen Tagen aber immer wahrscheinlicher. Schließlich war der 26-Jährige bei keinem der bisher vier Testspiele des FCM dabei, stand wegen einer Reizung der Patellasehne zuletzt auch nicht mehr auf dem Trainingsplatz.

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