Wesendorf l Vier Millionen Euro – so hoch war der Marktwert von Ignjovski im Jahr 2012, als er bei Werder Bremen unter Vertrag stand. Damals spielte er mit Tim Wiese, Per Mertesacker, Sokratis, Naldo und Claudio Pizarro zusammen. „Ich hatte in Bremen eine schöne Zeit“, erinnert er sich. „Meine ältere Tochter wurde auch in Bremen geboren.“

Aus seiner Werder-Zeit hat er auch seinen Spitznamen „Iggy“, den er eigentlich nicht so sehr mag. „Ich wurde vorher bei 1860 München ,Aleks‘ genannt. Als ich nach Bremen kam und Trainer Thomas Schaaf das hörte, sagte er, dass das nicht geht, weil er jetzt drei Spieler mit diesem Namen hat“, erinnert sich Ignjovski. „Der Trainer fragte mich dann, ob ,Iggy’ in Ordnung wäre. Ich wollte damals nicht widersprechen und war etwas schüchtern.“

Wechsel nach Frankfurt

Von 2011 bis 2014 lief der Defensivspieler für Bremen im defensiven Mittelfeld oder als Außenverteidiger auf. „Manager Thomas Eichin wollte mich eigentlich auch halten. Der neue Trainer Robin Dutt sagte aber, dass er nicht mit mir plant. Deshalb bin ich nach Frankfurt gegangen“, erklärt er. Wenige Monate später wurde Dutt entlassen, eine Wendung, die zuvor so nicht zu erwarten war. „So ist Fußball“, sagt Ignjovski und schmunzelt. Mit der Eintracht verpasste er nur knapp die Europa-League-Qualifikation, ein Jahr wurde er dort erneut von Schaaf gecoacht.

Videos

2016 führte ihn sein Weg nach Freiburg. Nach einem guten ersten Jahr bestritt er in der vergangenen Saison keine einzige Bundesligapartie und kam nur in der Europa-League-Qualifikation einmal zum Einsatz. Sein Marktwert sank auf 500.000 Euro. Über die Gründe, warum es in Freiburg nicht mehr klappte, will er heute nicht mehr groß reden. „Ich wollte den Verein eigentlich schon in der Winterpause verlassen. In der Rückrunde musste ich dann bei der zweiten Mannschaft mittrainieren. Das war nicht einfach und so hatte ich mir das natürlich nicht vorgestellt“, ärgert sich der zwölffache serbische Nationalspieler. „Meine Familie hat mir in dieser Zeit sehr viel Rückhalt gegeben und geholfen.“

Flexibler Spieler mit Biss

In Magdeburg will Ignjovski an die guten Zeiten anknüpfen und zeigen, was ihn auszeichnet. Der Spieler mit der Rückennummer 18 ist flexibel, kann im defensiven Mittelfeld, als Außenverteidiger (links, rechts) oder im Mittelfeld (links, rechts) spielen. „Ich fühle mich im defensiven Mittelfeld am wohlsten. Ich gebe aber auf jeder Position Vollgas. Ich suche Zweikämpfe und versuche in jeder Situation, den Ball vor dem Gegner zu bekommen“, sagt Ignjovski, der die Rückennummer 18 tragen wird.

Der Kontakt kam über FCM-Scout Bernd Pfeifer zustande, der bereits in Bremen und Frankfurt unter Schaaf arbeitete. „Ich habe gleich gemerkt, dass mich der FCM unbedingt wollte. Die Verantwortlichen um Mario Kallnik und Maik Franz haben mir gesagt, dass ich meine Chance bekommen werde. Das war mir wichtig und ich wollte deshalb nicht lange warten“, sagt Ignjovski. „Ich hätte mir auch noch Zeit lassen können, die Transferphase läuft ja noch ein bisschen. Ich wollte aber Klarheit.“

Auch Roter Stern Belgrad hatte Interesse an einer Verpflichtung, der Defensivspieler entschied sich aber für Magdeburg. „Ich wollte in Deutschland bleiben. Es macht Spaß hier, das Niveau ist gut, es kommen viele Zuschauer. Deshalb habe ich auch nicht lange überlegt und dem FCM zugesagt“, betont er. „Ich habe viele Videos von der Stimmung in der MDCC-Arena gesehen und mir gedacht, dass es gut passen könnte. Meine Erwartungen wurden bisher sogar noch übertroffen. Ich fühle mich total wohl, beim FCM ist es sehr familiär. Wir wollen alles daran setzen, möglichst gut in die 2. Bundesliga zu starten.“

Hier geht es zu unserem FCM-Liveblog.

Weitere Artikel zum 1. FC Magdeburg finden Sie hier.