Magdeburg l Eigentlich war das FCM-Testspiel gegen FK Usti nad Labem am Donnerstag wie gemacht für Björn Rother. Es ging körperlich etwas härter zur Sache, und er konnte sich über einen Treffer beim 2:1-Sieg des 1. FC Magdeburg freuen.

Seit seinem ersten Zweitliga-Tor gegen Dynamo Dresden (1:1) scheint beim Mittelfeldakteur der Torjäger-Instinkt geweckt zu sein. „Im Moment habe ich wohl einen heißen Schuh“, sagt Rother und lacht, „die Schüsse gehen gerade ganz gut rein. Der Ball lag perfekt auf dem linken Fuß, ist schön oben reingesegelt. Ein nettes Tor – mehr ist es dann aber auch nicht.“

Rother gibt nicht auf

Und doch: Der Treffer ist erneut ein Zeichen dafür, dass Björn Rother nicht aufgibt. Dabei verläuft die Rückrunde sicherlich nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Im November, bei der 3:2-Niederlage des Clubs in Fürth, stand der 22-Jährige zuletzt von Beginn an auf dem Spielfeld. Es war die erste Liga-Partie, die Michael Oenning als Trainer betreute. Danach reduzierten sich die Einsatzzeiten drastisch – auch, weil Rother mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte.

So kommt er im Jahr 2019, seit dem Rückrunden-Auftakt gegen Erzgebirge Aue, lediglich auf 73 ?Spielminuten – von möglichen 360.

„Die Zeit in der Rückrunde verlief noch nicht so glücklich für mich“, erzählt Rother, „solange das Team Siege holt, ist alles gut. Man freut sich immer mit, ist ja auch weiter ein Teil der Mannschaft. So richtig wichtig fühlt man sich dann aber doch nur, wenn man auch auf dem Platz helfen kann.“

Wechsel auf neue Position

Doch Björn Rother versucht, Frust in Energie umzumünzen. „Mein Ziel ist es, dem Trainer zu beweisen, dass er voll auf mich zählen kann. Egal, wann oder für wie lange er mich braucht“, sagt er. „Gegen Dresden wurde ich dafür auch belohnt. Und das, so glaube ich zumindest, spricht in diesem Sinne auch für mich.“

Für Rother spricht auch, dass er sich auf der ungewohnten Position des Rechtsverteidigers gut zurechtfindet. Denn im Mittelfeld, seinem eigentlichen Einsatzgebiet, ist Jan Kirchhoff aus dem FCM-Spiel nicht wegzudenken. Der „ständige Verdrängungswettbewerb“, wie es Trainer Michael Oenning nennt, werde letztlich vom Leistungsprinzip entschieden. Deshalb will Rother körperlich und mental auf demselben Level sein wie die Stammspieler. „Sonst habe ich ein Problem“, stellt er klar.

Auf die Leistung einzelner wollte Oenning nach dem Test gegen Usti nicht eingehen – zu frisch waren da die Eindrücke des Trainers, der eher die zweite Garde brachte. Nur so viel: „Sie haben sich nicht den Schneid abkaufen lassen und gewonnen. Das war wichtig.“

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