Die Jagd nach Fußball-Talenten ist ein lukratives Geschäft geworden. Die Bundesligisten konkurrieren untereinander mit modernen Nachwuchsleistungszentren. Teenager kosten Ausbildungsentschädigungen im fünfstelliger Höhe. RB Leipzig zum Beispiel hat vor zwei Jahren 250.000 Euro „Ablösesumme“ für einen 15-Jährigen gezahlt. Wahnsinn!

Im Poker um die Talente hat ein Verein wie der 1. FC Magdeburg, der als Zweitliga-Aufsteiger erst seit kurzem am Tisch mit dem großen Fleischtopf sitzt und in dessen Nachbarschaft finanzstarke Erstligavereine locken, sicher nicht die besten Karten auf der Hand. Dennoch kann der Club selbstbewusst seine Trümpfe ausspielen. Das sind die kurzen Wege im Nachwuchsleistungszentrum, eine ganzheitliche Ausbildung im Schulterschluss mit den Eliteschulen des Sports. Und das sind ein familiäres Umfeld, Überschaubarkeit und Bodenhaftung. Und wenn das nicht reicht, hat der Club noch ein zusätzliches Ass im Ärmel: Die Identifikation der Region und der Fans mit den „Magdeburger Jungs“.