Magdeburg l Mitglieder des Wirtschaftsrates von 1. FC Union Berlin haben ihren Besuch in Magdeburg abgesagt. Geplant war eine Busfahrt zum Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg. Jetzt erfolgte die Absage aufgrund "großer Sicherheitsbedenken", wie der MDR berichtet.

In einer Mail heißt es, dass Magdeburger Einsatzkräfte teilweise resigniert und eingeräumt hätten, "in ihrer Stadt nicht Herr der Lage zu sein". Sicherheit könne, so heißt es weiter, nicht gewährleistet werden. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass "auch Jugendliche, Frauen und Gehandicapte nicht verschont werden". Alle könnten "zur Zielscheibe" werden.

Die Polizei weist die Vorwürfe laut MDR-Bericht derweil zurück. Zwar gelte das Spiel als Hochsicherheitsspiel, es würden jedoch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Der 1. FC Magdeburg erklärte, dass sich in Magdeburg jeder wohlfühlen könne - es sei eíne weltoffene Stadt, in die jeder kommen könne.

Union distanziert sich

Christian Arbeit, Pressesprecher von Union Berlin äußerte sich ebenfalls dazu: "Der Wirtschaftsrat ist kein Gremium des Vereins und kein Teil unserer Organisationsstruktur". Der Verein distanziert sich somit von der E-Mail. "Wir vertrauen dem 1. FC Magdeburg, der Stadt und den Polizeibehörden, dass sie in der Lage sind, ein friedliches Fußballspiel auszutragen", so Arbeit zum MDR.

Die Echtheit der Mail wurde inzwischen bestätigt, wer sie verfasst hat, ist jedoch unklar. Aus der geplanten Anreise am Sonnabend mit Übernachtung nahe des Weihnachtsmarktes wird somit nichts: Der Wirtschaftsrat von Union Berlin wird berichten zufolgen am Sonntag anreisen und direkt zum Spiel fahren.