Neubau

Jede Minute zählt - Feuerwehr in Magdeburg braucht zweite Zufahrt

Im Notfall geht es um jede Minute. Wegen einer fehlenden Zufahrt verliert die Feuerwehr Prester im Osten von Magdeburg gerade aber unnötig Zeit im Einsatzfall.

Von Konstantin Kraft
Wo vormals ein Tor zu finden war, steht jetzt ein Zaun. Durch das Fehlen einer zweiten Zuwegung zum Gerätehaus verliert die Feuerwehr Prester im Einsatz unnötig Zeit, mahnt ein CDU-Stadtrat und Feuerwehrmann. Erst im Februar hatte die Wehr ihren neuen Stützpunkt bezogen. Foto: Konstantin Kraft

Magdeburg

Der CDU-Stadtrat und ehrenamtliche Feuerwehrmann Manuel Rupsch macht sich für eine zweite Zufahrt zum neuen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Prester stark. Genauer gesagt fordert er eine Wiederherstellung der Zuwegung, wie sie vor dem Neubau bestanden hatte. 47 Jahre lang habe neben der Hauptzufahrt über die Straße „Alt Prester“ noch eine Zuwegung zur Straße „Am Mühlenfeld“ über ein Tor im hinteren Bereich des Grundstückes bestanden, erläutert Rupsch.

Im Ausführungsplan sei dies auch eingezeichnet gewesen. Mit dem Neubau wäre die zweite Zufahrt jedoch gestrichen worden. Anstelle des Tores stünde jetzt ein Zaun. Eine Ausfahrt ist hier nicht mehr möglich.

In einem Antrag für den Stadtrat im Mai plädiert Rupsch dafür, den „unbefestigten Weg ,Am Mühlenfeld’ ab Ende der Asphaltdecke bis zum Grundstück der freiwilligen Feuerwehr zu ertüchtigen“. Ferner soll auf dem Grundstück der Feuerwehr wieder eine Zuwegung ermöglicht werden. Das Fehlen der zweiten Zufahrt zum Feuerwehr-Stützpunkt hat unmittelbare Auswirkungen für die Einsatzarbeit, erklärt Rupsch, der selbst in der Wehr aktiv ist.

Wendemanöver auf dem Grundstück

So müsse der Mannschaftstransportbus der Freiwilligen Feuerwehr aktuell im Einsatzfall zunächst auf dem hinteren Teil des Grundstücks ein kompliziertes Wendemanöver durchführen, bevor er ausrücken kann. „Dadurch gehen wertvolle Minuten für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger verloren“, mahnt der CDU-Stadtrat. Der Transporter kommt gerade öfter zum Einsatz, weil die Löschfahrzeuge coronabedingt nur mit minimaler Besetzung fahren sollen.

Es gebe noch ein zweites Problem: Das Stromerzeugergerät der Wehr für den Katastrophenfall, das sich ebenfalls im hinteren Bereich des Stützpunktes befindet, könne derzeit nicht außerhalb des Grundstücks bedient werden. Der Grund: Zwischen Gerätehaus und Nachbar sei der Weg schlicht zu schmal, um das Gerät zur Hauptzufahrt zu transportieren, so Rupsch.

In der Baugenehmigung für den Feuerwehr-Neubau in Prester sei festgehalten worden, dass die Zufahrt über die Straße „Alt Prester“ genutzt werden soll, hieß es zur Zufahrtsregelung zuletzt aus dem Rathaus. Auch deshalb, weil die Straße „Am Mühlenfeld“ in Abschnitten nicht ausgebaut sei. Bei regelmäßiger Nutzung wäre eine „Verschlechterung der Wegesubstanz absehbar“, so das Argument.

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