Klietz l Der Gemeinderat hat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend im Ortsteil Neuermark-Lübars einstimmig seinen Segen gegeben, das Projekt mit 20 000 Euro zu unterstützen. Das Geld soll über die vom Land zugewiesene Investitionspauschale aufgebracht werden.

Der Anbau an die Halle ist ein Wunsch des SV Preußen Klietz. Die Sportler widmen sich Judo und Kraftsport. Für die Kraftsportler fällt durch die jetzt anstehende Sanierung der Halle Platz weg. Der Anbau schafft neue Fläche für die Geräte und auch für die Judokas. Aber auch andere Sportler sollen die Anbau nutzen können – darauf legt der Gemeinderat wert. Jörg Pürner von der Germania-Sektion Tischtennis hatte eine entsprechende Anfrage gestellt, ob denn der Tischtennisroboter hier aufgestellt werden könnte. Preußen-Vorsitzender Klaus-Dieter Liebsch, ebenfalls Ratsmitglied, sagte nach kurzer Diskussion, „das sollte möglich sein“.

90 Prozent Fördermittel

Insgesamt wird das von der Klietzerin Jördis Wellmann geplante Projekt 124 300 Euro kosten. Dafür werden Fördermittel – der Höchstsatz 100 000 Euro – beantragt. Das europäische Programm „RELE“ gewährleistet 90 Prozent Förderung, den Rest muss der Antragsteller aufbrignen. Von den 24 000 Euro zahlt die Gemeinde also 20 000 Euro, die gut 4000 will der kleine Verein Preußen selbst aufbringen. „Das schaffen wir“, versicherte Klaus-Dieter Liebsch auf entsprechende Anfrage. Der Verein hat 50 Mitglieder und will vor allem über Spenden von Firmen die Summe aufbringen.

Bau im kommenden Jahr

Bis zum Herbst muss die Finanzierung gesichert sein, dann stellt der Verein den Fördermittelantrag. „Ich hoffe im Frühling auf einen positiven Bescheid, so dass wir dann 2019 das Projekt umsetzen können“, ist Klaus-Dieter Liebsch guter Hoffnung. Der Anbau entsteht auf der Seite zur Schule hin.

Die bereits genehmigte Sanierung der Turnhalle soll Anfang Juni beginnen, derzeit läuft per Ausschreibung die Suche nach den Baufirmen. Im Umkleidebereich der Mädchen/Damen werden Fußboden und Decke gedämmt sowie die Heizung, Elektroinstallation und die Sanitäranlagen erneuert, außerdem wird eine energiesparende LED-Beleuchtung installiert. Umbauarbeiten machen es möglich, dass für Zuschauer mehr Platz am Spielfeldrand ist.

Judokas ziehen aus

In der kommenden Woche wird bei einer Begehung geklärt, wo für die Zeit der Bauarbeiten den Kraftsportlern und Judokas Platz zur Verfügung gestellt werden kann.