Braunlage (rko/fbo). Zu keiner Zeit gefährdet war der Auswärtssieg der Harzer Wölfe beim Hamburger SV. Souverän mit 9:0 (2:0, 2:0, 5:0) setzte sich der Braunlager Eishockey-Oberligist durch und feierte damit im zweiten Spiel den zweiten Sieg. Erfolgreichster Torschütze war vor offiziell 14 zahlenden Zuschauern, tatsächlich aber rund 80 anwesenden Eishockeyfreunden, der Kanadier Travis Whitehead, mit drei Treffern. Im Tor feierte Mario D‘Antuono den ersten Shut-Out der Saison.

Von Anfang an hatten die Harzer das Heft in der Hand, obwohl Spielertrainer Marc Garthe nur zwölf Feldspieler zur Verfügung standen. Erik Pipp und Christian Schock verbüßten ihre Spieldauerstrafen aus dem ersten Spiel gegen Salzgitter, Maximilian Bauer fehlte krankheitsbedingt.

Schnell war klar, in welche Richtung sich die Partie entwickeln würde, als Whitehead im Nachschuss die Führung markierte (5.). Fünf Minuten später legte Marc Garthe in doppelter Überzahl nach einer schnellen Kombination den zweiten Treffer nach. Bis zur Drittelpause hätte die Führung noch höher ausfallen können, Stefan Bilstein zielte jedoch zu genau und traf lediglich das Lattenkreuz. Michele Meridian wurde nach einem starken Sololauf im letzten Moment gestört und löffelte den Puck noch im Fallen über die Latte.

Zu Beginn des zweiten Drittels vereitelte Hamburgs Torwart Bartels mehrere Chancen, beim 0:3 von Whitehead nach Zuspiel von Meridian war er jedoch chancenlos (25.). Nach Bruno Kähms 4:0 war die Entscheidung gefallen (31.).

Im Schlussabschnitt schraubten die Wölfe das Ergebnis weiter nach oben. Zum Teil glänzend herausgespielt trafen Meridian (41.), Sören Krebs (44.), Whitehead (50.) und zweimal Bilstein (48., 50.) zum 9:0-Endstand. Nur der zehnte Treffer blieb den Harzern verwehrt. Aus einer kompakten, zweikampfstarken und diszipliniert auftretenden Braunlager Mannschaft ragten Whitehead und Meridian noch heraus. "Der Sieg stand zu keiner Zeit in Frage. Wir haben gutes Forechecking gespielt. Ich hatte etwas Sorgen, dass am Schluss die Kräfte nachlassen würden, doch das Gegenteil war der Fall", zog Garthe zufrieden Bilanz. Bis zum nächsten Spiel haben die Wölfe nun zwei Wochen Pause, erst am 6. November geht es auswärts in der Wedemark weiter.

Torfolge: 0:1 Whitehead (4:45), 0:2 Garthe (10:23), 0:3 Whitehead (24:27), 0:4 Kähm (30:43), 0:5 Meridian (40:45), 0:6 Krebs (43:03), 0:7 Bilstein (47:13), 0:8 Whitehead (48:41), 0:9 Bilstein (49:42); Strafen: Hamburger SV 16 + 10 für Eitermoser – Harzer Wölfe 12; Zuschauer: 14.