Nur knapp sind die Red Devils im zweiten Heimspiel der Unihockey-Bundesliga einer Blamage entkommen. Der Tabellenletzte vom SC DHfK Leipzig hatte zwar deutlich weniger Spielanteile, präsentierte sich aber über weite Strecken wesentlich bissiger in den Zweikämpfen und nutzte die sich bietenden Chancen gnadenlos. Am Ende siegten die Harzer knapp mit 7:5.

Wernigerode (mvo/ige). Die Devils dominierten die Partie, standen tief in der gegnerischen Hälfte und gaben unzählige Schüsse auf das Leipziger Tor ab. Gästekeeper Robert Börner war aber nicht zu überwinden. In einem Überzahlspiel gerieten die Harzer sogar in Rückstand. Der Gegentreffer brachte die Hausherren aus dem Rhythmus, zahlreiche Kombinations- und Abstimmungsfehler brachten die Gäste immer wieder in gefährliche Schusspositionen. Den zwischenzeitlichen Ausgleich von Juha-Pekka Kuittinen konterte der SC DHfK zehn Sekunden vor Drittelende mit einem Konter zur erneuten Führung.

Mit personellen und taktischen Umstellungen starteten die Rot-Weißen in den Mittelabschnitt. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff traf Ralf Lisiecki per Distanzschuss zum 2:2. Doch dann fielen die Devils wieder in den alten Trott zurück. Die erfrischend aufspielenden Gäste nutzten die sich bietenden Räume zur 4:2-Führung. Die Heimelf ließ sich trotz der aufkommenden Unzufriedenheit bei den Fans nicht entmutigen, Robert Müller stellte noch vor der Drittelsirene den Anschluss her.

Zwar kassierten die Harzer trotz lautstarker Kabinenpredigt zu Beginn des Schlussabschnitts das 3:5, doch dann kamen die Fans der Red Devils ins Spiel: als "sechster Mann" peitschten sie ihre Mannschaft nach vorn - mit Erfolg. Mit einem Doppelschlag glichen Peter Müller und Jarno Savolainen zum 5:5 aus. In einer packenden Schlussphase schoss Juha-Pekka Kuittinen die Red Devils erstmals in Führung (53.), es folgten weitere hochkarätige Chancen für die Devils. Adam Karlsson machte schließlich mit einem sensationellen Distanzschuss in den Winkel alles klar.

Obwohl die Red Devils ihren dritten Tabellenplatz mit diesem Sieg festigten, zeigte sich Trainer Peter Gahlert keineswegs zufrieden. "Es läuft einfach noch nicht rund, wir feilen immer noch an der Zusammensetzung der Reihen und der Abstimmung. In den bisherigen Spielen agierten die Gegner sehr defensiv und wir sind diese Spielmacherrolle noch nicht gewohnt. Wir werden aber weiter hart daran arbeiten, dieser Rolle gerecht zu werden, denn wir wollen wieder ganz vorne mitspielen. In den nächsten Spielen treffen wir auf die stärksten Teams der 1. Bundesliga. Spätestens dann wissen wir, wo wir stehen und ob unsere Zielstellung gerechtfertigt ist", so der Coach der Devils.

Torfolge: 0:1 Jonny Lehmann (5:21), 1:1 Juha-Pekka Kuittinen (19:32), 1:2 Stefan Schleicher (19:50), 2:2 Ralf Lisiecki (24:29), 2:3, 2:4 Ricky Radünz (31:14, 35:56), 3:4 Robert Müller (38:10), 3:5 Nils Knothe (41:18), 4:5 Peter Müller (46:46), 5:5 Jarno Savolainen (47:04), 6:5 Juha-Pekka Kuittinen (52:52), 7:5 Adam Carlsson (54:18); Strafen: Devils 1 - DHfK 2; Schiedsrichter: Schiedsrichter: Blanke/Blanke (Weißenfels).