Wernigerode. Im vierten Auswärtskampf hat es die Ringer des Wernigeröder SV Rot-Weiß erwischt: Nach drei Siegen in fremden Hallen unterlagen die Harzer bei der Wettkampfgemeinschaft Salzgitter mit 22:9 und kassierten ihre erste Auswärtsniederlage.

Das Duell begann mit dem obligatorischen Vier-Punkte-Rückstand, David Mohammad gewann seinen Kampf mangels WSV-Ringer in der Gewichtsklasse bis 55 kg. Auch die ersten Punkte auf der Matte gingen an die Niedersachsen. Kapitän Christian Schurig unterlag Sergej Baal überraschend glatt in drei Runden (0:5, 3:6, 0:3) mit Technischer Überlegenheit (TÜ).

Deutlich knapper war die Entscheidung in der Freistilklasse bis 60 kg, Erik Palmer musste sich Massud Khesraw in drei hart umkämpften Runden (2:4, 1:1, 0:1) beugen. Auch der letzte Kampf vor der Pause (Freistil, 120 kg) brachte eine Niederlage. Hannes Vetter bot dem aktuellen Weltmeister der Veteranen, Murat Yavus, ordentlich Paroli, erzielte sogar eine Dreierwertung. Am Ende musste er sich jedoch in drei Runden (0:6, 3:7, 1:5) geschlagen geben. Mit vier weiteren Punkten durch diesen TÜ-Sieg baute Salzgitter die Führung auf 15:0 aus.

Im ersten Kampf nach der Pause begann André Günther (G/R, 66 kg) furios, entschied die erste Runde überlegen mit 8:0 zu seinen Gunsten. Doch dann verletzte sich der WSV-Ringer und gab die folgenden drei Runden mit 1:3, 3:5 und 0:7 ab. Durch die 1:3-Punktniederlage stand der Mannschaftserfolg der WKG Salzgitter bereits frühzeitig fest.

Dennoch zeigten die folgenden Kämpfer der WSV Rot-Weiß gute Moral. Michael Volk (FS, 84 kg) ließ Bert Löper keine Chance, entschied alle drei Runden vorzeitig mit 6:0 zu seinen Gunsten und siegte erstmals in dieser Saison mit Technischer Überlegenheit. Auch Mathias Jahn (74 kg, FS) lieferte eine überzeugende Vorstellung ab, steuerte mit drei klaren Rundengewinnen (7:3, 4:0, 3:0) ebenfalls vier Teampunkte bei. Der letzte Kampf ging dann aber wieder klar an die Salzgitteraner. Oskar Trafalla (G/R, 74 kg) gewann alle drei Runden gegen Artjom Moisejew mit 6:0 und baute den Vorsprung auf 22:9 aus.

"Obwohl die Niederlage sehr deutlich ausfiel, war auch in Salzgitter weitaus mehr möglich. Jeder sollte sich selbst hinterfragen, warum wir letztlich ohne Punkte die Heimreise antreten mussten", so ein enttäuschter Trainer Rolf Leutelt.