Rolf Töpperwien, vor Kurzem erst aus dem aktiven Sportreporter-Dasein in den Ruhestand gewechselt, will bei Regionalligist 1. FC Magdeburg "beratend" tätig werden. Das bestätigte Aufsichtsrats-Chef Rüdiger Koch, der sich im März mit dem 60-Jährigen in dessen Wohnort Wiesbaden treffen und Details besprechen will.

Magdeburg. Koch hatte sich erst gestern mit dem aus Oste-rode (Harz) stammenden Töpperwien telefonisch ins Benehmen gesetzt und sagte: "Rolf Töpperwien fühlt sich mit dem FCM sehr verbunden und hat mir sein Interesse und seine grundsätzliche Bereitschaft bekundet, sich persönlich einzubringen."

Nach Kochs Worten strebe "Töppi" keine Funktion im neuen Präsidium an, wolle jedoch "beratend tätig" werden. Töpperwien unternimmt vom 2. Januar bis 13. März eine Weltreise. Mitte März, so Koch, wolle er in Töpperwiens Wohnort Wiesbaden mit dem Ex-Sportreporter zusammentreffen, um Einzelheiten zu besprechen.

Bewegung kommt auch in das vom Aufsichtsrats-Vorsitzenden angeregte ehrenamtliche Gremium aus ehemaligen FCM-Spielern, das den Verein in sportfachlicher Hinsicht beraten soll. Manfred Zapf, einer der Gewinner des Europapokals 1974, hat nach Kochs Bekunden, seine Mitarbeit bereits "verbindlich zugesagt". Der Ex-Libero habe versprochen, weitere ehemalige Teamgefährten aus "goldenen" FCM-Zeiten mit ins Boot zu holen.

"Ich bin Manfred Zapf sehr dankbar. Er hat damit ein wichtiges Zeichen gesetzt", sagte Koch gestern.

Auf die erste Januarhälfte verschoben wurde unterdessen das für vergangenen Freitag geplante Gespräch der FCM-Führung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt/Main. Rüdiger Koch und weitere Aufsichtsrats- bzw. Präsidiumsmitglieder werden vom für die 3. Liga und die Regionalliga zuständigen DFB-Direktor Helmut Sandrock und weiteren Entscheidungsträgern in der DFB-Zentrale empfangen. Gestern zeigte sich Koch "sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit dem DFB eine konstruktive Lösung unserer Probleme" finden werden.

Das 200 000-Euro-Haushaltsloch, das sich wegen der dramatisch gesunkenen Zuschauerzahlen aufgetan hat, soll nach Kochs Aussage bis zum Ende der laufenden Saison geschlossen werden: "Ohne die einzelnen Sponsoren jetzt zu benennen, werden Präsidium und Aufsichtsrat die Lücke schließen." Zuletzt waren statt der kalkulierten 5500 Zuschauer nur noch knapp 3000 zu den FCM-Heimspielen in die MDCC-Arena gepilgert.