Köln (dpa/tmn) - Auch in dieser Saison starten eine Reihe neuer Cabrios. Weil die allerdings fast ausschließlich von Oberklasse- und Sportwagenherstellern kommen, muss man sich den Platz an der Sonne einiges kosten lassen.

Generell sinken die Cabrio-Zulassungszahlen, und das Angebot wird entsprechend ausgedünnt: Modelle wie das Beetle Cabrio bei VW sind schon eingestellt, und für Dauerbrenner wie den Mercedes SLC läuft die Uhr gerade ab.

Weit oben in der Oberklasse

Der neue BMW Z4 wird mit einem stolzen Grundpreis von zunächst 40.950 Euro zur billigsten offenen Neuheit, wenn er im März mit einem 145 kW/197 PS starken Vierzylinder startet. BMW bietet den zum Stoffdach zurückgekehrten Roadster auch als Sechszylinder mit 250 kW/340 PS an, der dann schon 60.950 Euro kostet. Als zweite Frischluft-Premiere bringen die Bayern den neuen 8er auch als Cabrio. Er bietet unter seinem Stoffdach Platz für vier Personen, kommt mit sechs oder acht Zylindern von zunächst 235 kW/320 PS bis 390 kW/530 PS und kostet mindestens 108.000 Euro.

Um die gleiche Kundschaft buhlt womöglich auch Lexus: Die noble Toyota-Schwester hat dafür im Januar auf der Detroit Motor Show die Studie eines offenen LC mit 351 kW/477 PS gezeigt, das voraussichtlich spätestens zur Saison 2020 in Produktion geht.

Zwar bewegen sich die Bayern und die Japaner damit schon weit oben in der Oberklasse, markieren aber noch lange nicht die Spitze. Die nimmt der neue Bentley Continental ein, der ein Jahr nach der Coupé-Premiere in diesem Sommer die Hüllen fallen lässt. Er startet zu Preisen ab 228.480 Euro zunächst wieder mit einem Zwölfzylinder von 467 kW/635 PS und dürfte mit einem Spitzentempo von 333 km/h jede Föhnwelle auf eine schwere Probe stellen.

Sportwagen-Neuheiten

Wo BMW, Lexus oder Bentley bei aller Eile die eher lustvolle und luxuriöse Offenheit offerieren, locken eine Reihe von Sportwagen-Neuheiten vor allem mit Leistung an die frische Luft: Etwa der Porsche 911, der nur wenige Wochen nach dem Generationswechsel auch wieder als Cabrio kommt. Die achte Auflage des Klassikers fährt für einen Aufschlag von 14.000 Euro mit einem traditionellen Stoffverdeck vor und startet zunächst als 331 kW/450 PS starker Carrera S mit Heck oder Allradantrieb für mindestens 134.405 Euro.

Wem die 306 km/h Spitze im Porsche noch nicht zugig genug sind, der muss entweder auf stärkere Motorvarianten warten, oder zu McLaren wechseln. Die Briten haben gleich zwei neue Spider am Start. In der Sports Series gibt es für 250.000 Euro den offenen 600LT mit 441 kW/600 PS und 324 km/h Spitze. In der Super Series für noch einmal mindestens 30.000 Euro mehr steht der 720S mit einem in nur elf Sekunden versenkbaren Karbondach parat. Sein 4,0 Liter großer V8-Motor leistet bis zu 530 kW/720 PS und soll den offenen Sportler maximal 341 km/h schnell werden lassen können.

Wer in halbwegs bürgerlichen Preisregionen nach Frischluft giert, der muss entweder mit älteren Modellen vorlieb nehmen, oder sich noch ein wenig gedulden. Denn erst im Herbst kommt von VW ein neues Cabrio, das eine zumindest dem Preis nach eine breitere Zielgruppe ansprechen könnte. Dafür allerdings ist das Konzept so eigenwillig, dass es ein wenig Gewöhnung erfordert: VW bringt auf Basis des T-Roc sein erstes SUV-Cabrio.

   

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