Wiesbaden (dpa/tmn) - Maserati tastet sich an die Elektromobilität heran und bringt seinen ersten Mild-Hybriden auf den Markt. Im mindestens 69 400 Euro teuren Limousinenmodell Ghibli montiert der italienische Hersteller dafür ab September einen 2,0 Liter großen Vierzylinder der Schwestermarke Alfa Romeo.

Der Motor arbeitet mit 48 Volt-System, einem elektrischen Verdichter anstelle eines konventionellen Laders und einem elektrischen Starter-Generator. Weil der nicht nur beim Anfahren mit anschiebt, sondern längere Leerlaufphasen für das Start-Stopp-System ermöglicht und beim Bremsen mehr Energie zurückgewinnt, reklamiert Maserati rund 20 Prozent Verbrauchsvorteil im Vergleich zu einem V6-Motor.

An der Leistung ändert sich dabei wenig: So stehen den 257 kW/350 PS des Sechszylinders nun 243 kW/330 PS gegenüber. Die Fahrleistungen passen trotz der Zylinder-Einbußen ins Segment. So beschleunigt die Limousine in 5,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht ein Spitzentempo vom 255 km/h. Den Kraftstoffverbrauch gibt das Unternehmen mit 8,5 Litern (196 g/km CO2) an.

Neben dem neuen Motor gibt es für den Viertürer zum neuen Modelljahr noch weitere Updates und ein neues Infotainment-System mit größerem Bildschirm sowie Sprachsteuerung. Der Zugriff auf einige Funktionen wird mit einer speziellen App auf dem Smartphone erlaubt.

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