München (dpa) - Das Verbot von Zuschauern bei allen Spielen bis mindestens Ende November trifft auch die Basketball-Bundesligisten hart.

"Basketball kann ohne Zuschauereinnahmen auf Dauer nicht existieren", sagte Marvin Willoughby, Geschäftsführer der Hamburg Towers, in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Selbst Bayern München hätte Probleme, wenn der Zuschauer-Ausschluss wegen der Coronavirus-Pandemie die komplette Spielzeit gültig wäre. "Eine komplette Saison ohne Zuschauer wird auch der FC Bayern Basketball nicht durchstehen können, da wir hier finanziell bereits jetzt an Grenzen stoßen", sagte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic.

Erst einmal sind Geisterspiele in der am 6. November mit der Begegnung Ludwigsburg gegen Göttingen beginnenden Saison nur bis Ende November vorgeschrieben. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Die Frage ist, wie lange die 18 Erstligisten tatsächlich auf Ticket-Einnahmen verzichten können. "Drei oder vier Geisterspiele halten wir durch, also ungefähr bis Jahresende", sagte Bambergs Geschäftsführer Philipp Galewski.

Bei anderen Vereinen hat man dagegen gleich ohne Zuschauererlöse geplant. "Denn schon damals war absehbar, dass nicht innerhalb von Wochen die Bevölkerung durchgeimpft sein würde, wenn die Saison 2020-21 läuft", sagte Vechtas Geschäftsführer Stefan Niemeyer. "Wir müssen den Gürtel also viel, viel enger schnallen - gerade so, dass wir noch atmen können."

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