Wiesbaden/Halle (dpa) l Die deutsche Brauereien haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres so wenig Bier verkauft wie noch nie zuvor in einem ersten Halbjahr. Der Absatz sank in der Jahresfrist um 2,7 Prozent auf rund 4,6 Milliarden Liter, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete.

Als Grund nannte der Deutsche Brauerbund den kühlen Mai und den vergleichsweise hohen Bierverkauf im Juni vergangenen Jahres zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft. Die verschiedenen Biermischungen machten knapp 5 Prozent der Gesamtmenge aus und gaben mit einem Minus von 1,5 Prozent nicht ganz so stark nach. Alkoholfreie Sorten werden in der Steuerstatistik nicht erfasst.

Bierpreis in Sachsen-Anhalt steigt

Der halbe Liter Bier hat im Juli in Sachsen-Anhalt bis zu fünf Cent mehr gekostet als ein Jahr zuvor. Damit ist die Steigerung bei obergärigem Bier mit 7,4 Prozent am höchsten, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Dazu zählen etwa Altbier, Weizenbier oder Kölsch. Wer lieber Pils-, Export- oder Lagerbier trinkt, muss für 500 Milliliter rund drei Cent mehr zahlen. Denn untergäriges Bier ist im Schnitt um 4,7 Prozent teurer geworden.

Biermixgetränke und alkoholfreies Bier verzeichneten dagegen die geringste Steigerung: einen Cent für einen halben Liter. Das entspricht 1,6 beziehungsweise 1,5 Prozent.