Blaulicht

Gefährliche Körperverletzung von zwei polizeibekannten Teenagern in Burg - Opfer flüchtet in Polizeiwache

Gerade noch so konnte sich ein 25-Jähriger in eine Polizeistation nahe dem Gummersbacher Platz in Burg retten. Vorausgegangen war ein Angriff von zwei polizeibekannten Teenagern.

Von Sebastian Rose
Das Opfer konnte sich in eine benachbarte Polizeistation retten.
Das Opfer konnte sich in eine benachbarte Polizeistation retten. Symbolfoto: dpa

Burg - Szenen wie aus einem Thriller in Burg: Ein 25-Jähriger ist am Nachmittag des 26. Juli auf dem Gummersbacher Platz brutal attackiert worden. Die Polizei berichtet von Schlägen und Tritten auf den Geschädigten. Die Täter: Zwei Teenager aus Burg, 15 und 16 Jahre alt.

„Schon zum wiederholten Mal treten die beiden polizeilich in Erscheinung“, sagt Cordula Gobel vom Polizeirevier Jerichower Land auf Nachfrage der Volksstimme. Es dauert am Telefon ein wenig, bis das Polizeisystem die Anfrage zu den beiden verarbeitet hat. Genaue Angaben kann Cordula Gobel aufgrund des Datenschutzes nicht machen, aber „die beiden haben augenscheinlich häufig mit der Polizei zu tun. Und das nur in den letzten ein, zwei Jahren. Die Vergehen werden hier nur ab dem 14. Lebensalter angezeigt. Und das sind einige. Was davor war, lässt sich nicht einsehen“, so Gobel weiter.

Die beiden Intensivtäter sind auch in der Vergangenheit unter anderem schon wegen Körperverletzung, Beleidigung und Ruhestörung aufgefallen, heißt es vonseiten der Polizei.

Im aktuellen Fall konnte sich das 25-jährige Opfer gerade noch so in das zirka 100 Meter entfernte Polizeirevier in der Nähe des Gummersbacher Platzes in der Bahnhofsstraße retten.

Opfer rettet sich in Polizeirevier

„Vor Ort schilderte er den Kollegen den Angriff. Sofort sind Polizeibeamten zu Fuß und mit dem Auto zum Tatort gegangen beziehungsweise gefahren. Dort konnten die Täter nicht gefunden werden. Zeugen vor Ort hatten die jugendlichen Täter jedoch während der Attacke erkannt und nannten Namen“, berichtet Gobel.

Zum Auslöser der Attacke konnte die Polizei auch auf Nachfrage noch nichts preisgeben. Nur so viel: „Der Grund des Angriffs wird noch geprüft. Scheinbar kennen sich die Beteiligten.“

Durch den gemeinschaftlichen Angriff wertet die Polizei die Tat als gefährliche Körperverletzung. Dies stellt kein Antragsdelikt dar, weswegen automatisch die Staatsanwaltschaft eine Anklage prüft. „Bei einem Antragsdelikt wie beispielsweise Beleidigung oder die einfache Körperverletzung muss der Geschädigte eine Anzeige erstatte. Sonst werden keine Ermittlungen aufgenommen. In diesem Fall ist es aber anders, da es sich um eine gefährliche Körperverletzung handelt“, erklärt Cordula Gobel am Ende des Gesprächs.

Immer mal wieder kommt laut der Polizeisprecherin Gobel zu Körperverletzungen auf öffentlichen Plätzen in und um Burg. Sie geht davon aus, dass es häufiger vorkommt, dass diese Straftaten gar nicht erst angezeigt und somit auch nicht der Polizei bekannt gemacht werden. Über die tatsächliche Höhe lasse sich nur spekulieren.