Internetbetrug

Arglose Frau aus dem Harz auf Liebesplattform betrogen

Polizei warnt: 61-Jährige aus der Gemeinde Huy wird via Dating-Plattform um über 20.000 Euro betrogen

Eine 61-jährige Frau aus der Gemeinde Huy hat 20.000 Euro an ihre Internet-Bekanntschaft überwiesen.
Eine 61-jährige Frau aus der Gemeinde Huy hat 20.000 Euro an ihre Internet-Bekanntschaft überwiesen. Symbolfoto:dpa

Gemeinde Huy (im/dl) - Wenn vermeintliche Liebe blind macht: Erneut ist eine Frau, die sich nach Liebe und Zweisamkeit sehnte, auf einen Liebensbetrug hereingefallen und Opfer des sogenannten Love-Scammings geworden. Dabei hat die Frau laut Polizei binnen kurzer Zeit rund 20.000 Euro verloren.

Wie eine Sprecherin des Harzreviers in Halberstadt mitteilte, hatte sich die 61-Jährige auf einer Internetplattform angemeldet, um so neue Kontakte und im besten Fall eine neue Liebe zu finden. Auf diesem Weg lernte sie Ende April einen Mann kennen, der recht schnell das Vertrauen der Frau gewinnen konnte. Im Zuge der privaten Korrespondenz bat der letztlich unbekannte Mann erstmals um Geld. Eine Bitte, der die Frau aus der Gemeinde Huy nachkam: Von Mai bis Anfang Juni überwies sie laut Polizei insgesamt über 20.000 Euro.

Oftmals wird eine Notlage geschildert

Laut Polizei ist diese Art der Abzocke nicht neu: Sogenannte Love-Scammer nutzen die Einsamkeit der Menschen aus. Auf Online-Dating-Plattformen oder in sozialen Netzwerken werden potenzielle Opfer gesucht. Hat der Täter ein passendes Mitglied gefunden, startet er wie in jeder anderen anbahnenden Internet-Bekanntschaft einen Chat und schenkt dem Opfer besondere Aufmerksamkeit.

Dabei gehen die Täter clever vor, melden sich oft, sind sehr charmant, geben auch Privates preis und wickeln die Opfer so binnen kürzester Zeit um den Finger. Ist das Verhältnis enger geworden, wird eine Notlage geschildert, die die Überweisung oder Übergabe von größeren Beträgen erforderlich macht. Und hier tappen die gutgläubigen Opfer oft in die Falle. 

Auch eine Frau aus Ditfurt fiel auf die Masche rein

So im Frühjahr eine 54-jährige Frau aus Ditfurt. Sie hatte via Dating-App einen Briten kennengelernt, der behauptetet, auf Dauer nach Deutschland ziehen zu wollen. Um sein 1,8-Millionen-Euro-Vermögen hierher zu transferieren, müsse er 1900 Euro an ein Sicherheitsunternehmen zahlen. Die Frau überwies das Geld und wurde anschließend aufgefordert, 15.400 Euro Steuern zu zahlen. Erst da erkannte die Frau den Betrug und erstattete Anzeige wegen Betrugs.

Die Polizei eindringlich vor dieser Masche. Betroffene sollten vorsichtig sein und solche Behauptungen kritisch hinterfragen. Um sich Geld zu leihen, bedürfe es einer grundlegenden Kennenlernphase. Zudem sei es in solchen Fällen ratsam, sich Familienangehörigen und Freunden anzuvertrauen. Die Polizisprecherin: „Generell gilt: Vorsicht bei der Online-Liebe und Nein sagen, falls eine Forderung nach finanzieller Unterstützung erhoben wird.“