Polizeieinsatz

Magdeburger Polizei sucht mit Großeinsatz dementen Senior und findet ihn an einem überraschenden Ort

In Magdeburg suchte die Polizei am Sonntag, 9. Januar 2022 mit einem Großeinsatz einen 79-jährigen Mann, der aus einem Demenzzentrum am Schleinufer verschwunden gewesen sein soll. Nach über vierstündiger Suche konnte der Senior gefunden werden.

Von Karolin Aertel 09.01.2022, 17:22 • Aktualisiert: 09.01.2022, 21:03
Der Hubschrauber der Polizei suchte nach einem 79-jährigen, dementen Senior, der, wie sich herausstellte, gar nicht verschwunden war.
Der Hubschrauber der Polizei suchte nach einem 79-jährigen, dementen Senior, der, wie sich herausstellte, gar nicht verschwunden war. picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Magdeburg - Am Sonntag, 9. Januar 2022, wurde der Polizei gegen 14 Uhr ein Mann aus einer Senioreneinrichtung am Magdeburger Schleinufer als vermisst gemeldet. Die Polizei suchte den 79-Jährigen unter anderem mit per Hubschrauber und mit Hilfe eines Fährtenspürhundes.

Da der Vermisste dement ist und die Polizei davon ausgehen musste, dass er nur mit einem T-Shirt bekleidet umherrirrte, bat die Polizei auch die Bevölkerung, Ausschau nach dem Senior zu halten. Angesichts der niedrigen Temperaturen hatten die Beamten große Sorge, dass er bereits stark unterkühlt sei.

Entwarnung nach viereinhalbstündiger Suche

Nach viereinhalbstündiger Suche konnte die Polizei jedoch Entwarnung geben. Der Senior sei wohlbehalten in der Demenzeinrichtung gefunden worden. Ein Polizeibeamter teilte der Volksstimme mit, dass er entspannt in seinem Wohnzimmer im Sessel saß.

Wie es dem Senior gelang, trotz intensiver Suche in der gesamten Senioreneinrichtung „unterm Radar“ der Pfleger und Polizeibeamten zu bleiben, bleibt ein Rätsel. Letztlich atmeten alle Beteiligten erleichtert auf. Der Polizeibeamte, der Entwarnung gab, gab zu verstehen, dass es der Polizei Tausendmal lieber sei, ihn im Sessel zu finden, als unterkühlt, verletzt oder in einem noch schlimmeren Zustand anderswo.