Ärger am Bahnhof

Mund-Nasen-Schutz fehlte - 23-Jährige muss nach Kontrolle in Bitterfeld 17 Tage in Haft

18.10.2021, 14:54
Der Bahnhof in Bitterfeld.
Der Bahnhof in Bitterfeld. Foto: André Kehrer

Bitterfeld/MZ - Wegen eines fehlenden Mund-Nasen-Schutzes im Bahnhof in Bitterfeld hat der Sonntag, 17. Oktober, für eine junge Frau im Gefängnis geendet.

Die 23-Jährige war gegen 12.30 Uhr auf eine Streife der Dessauer Bundespolizei getroffen. Der Aufforderung der Beamten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, konnte die junge Frau nicht nachkommen, da sie keinen bei sich hatte. Daraufhin stellten die Bundespolizisten der Deutschen eine Maske zur Verfügung.

Die sich anschließende Kontrolle der Personalien der Frau und deren Abfrage im polizeilichen Fahndungssystem ergab allerdings, dass sie bereits seit Juni dieses Jahres per Vollstreckungshaftbefehl durch die Staatsanwaltschaft Braunschweig gesucht wird. Grundlage dafür ist ein Strafbefehl des Amtsgerichts Wolfsburg vom Oktober 2019. Damals wurde die 23-Jährige wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 900 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen verurteilt.

Die Frau hat bis heute aber nur einen Teil der Geldstrafe beglichen und sich auch dem Strafantritt nicht gestellt. Somit waren noch 510 Euro zu zahlen oder 17 Tage im Gefängnis zu verbringen. Die Bundespolizisten nahmen die Gesuchte daraufhin fest. Da sie die offene Geldstrafe nicht begleichen konnte, wurde sie an eine Justizvollzugsanstalt übergeben.