Polizei

Salzlandkreis: Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche über Messenger-Apps

Betrüger haben bei Staßfurtern und Bernburgern bereits mehrere tausende Euro ergaunert.

04.08.2022, 17:05
Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche im Salzlandkreis.
Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche im Salzlandkreis. Symbolfoto: imago images/Andreas Gora

Staßfurt/Schönebeck (vs) - Betrüger, die über Messenger-Apps an ihre Opfer herangehen, waren in dieser Woche im Salzland aktiv. Wie die Polizei am Donnerstag informierte, seien bereits mehrere Staßfurter und Bernburger Opfer dieser Betrugsmasche geworden.

Als die Betroffenen Anzeige erstatteten und die Polizei diese abglich, hätte sich immer die gleiche Masche gezeigt: Die Opfer erhielten mehrere Nachrichten über einen bekannten Messengerdienst, in denen sich jemand als Tochter oder Sohn ausgab. Die Polizei machte keine Angaben darüber, um welchen Dienst es sich handelte.

Bei der Kontaktaufnahme gingen die Betrüger demnach mit immer der gleichen Legende vor: Das Handy sei kaputt oder verloren gegangen. Man würde sich nun über die Rufnummer eines Freundes bei dem Elternteil melden.

Stets misstrauisch bleiben

Anschließend wurde laut Polizei erklärt, dass zwei Sofortüberweisungen auf das angegebene Konto aus der Notsituation helfen würden. Die Opfer überwiesen das Geld, ohne noch einmal über die bisherige Nummer Kontakt zum Kind herzustellen, informierte die Polizei. Letztlich sei es stets um mehrere tausend Euro gegangen.

Um Spuren zu beseitigen, hätten die Täter die Nachrichten gelöscht. Spätere Telefonate brachten dann laut Polizei regelmäßig die traurige Gewissheit, dass sie einem Betrug zum Opfer gefallen waren. Polizeisprecher Marco Kopitz warnt eindringlich vor dieser „perfiden Betrugsmasche“. Sie sei seit einiger Zeit leider immer wieder erfolgreich.

Die Polizei rät unter anderem, um Betrügern nicht in die Falle zu gehen: Wer Messengerdienste nutzt, sollte mit Angehörigen Codewörter für sensible Telefonate und Chats vereinbaren. Wer von einer unbekannten Nummer kontaktiert werde, sollte die Nummer nicht automatisch abspeichern. Geldforderungen über Messengerdienste sollte man stets misstrauisch begegnen. Stets sollte über die bekannte Nummer derjenige angerufen werden, der sich auf diesen ungewöhnlichen Weg gemeldet hat. Dann würde der Betrug offensichtlich.