Polizei

Mutmaßliche Racheaktion in Tangermünde: Mann schießt bei Konzert mit Pumpgun um sich

In der Nacht zu Sonntag fallen Schüssen im Hafenviertel von Tangermünde. Jetzt ist der Schütze wieder auf freiem Fuß. Aber war es scharfe Munition? Die Polizei ermittelt weiter.

Von Andreas König
Die Polizei hatte einen 42-Jährigen festgenommen, der in Tangermünde mit einer Pumpgun um sich geschossen hatte.
Die Polizei hatte einen 42-Jährigen festgenommen, der in Tangermünde mit einer Pumpgun um sich geschossen hatte. Symbolfoto: dpa

Tangermünde - Nach den Schüssen im Tangermünder Hafenviertel ist der mutmaßliche Täter auf freiem Fuß. Der Mann hatte in der Nacht zum Sonntag mehrere Schüsse abgegeben. Nach Volksstimme-Informationen aus Ermittlerkreisen ist der 42-jährige Deutsche bei einem Konzert mit Besuchern in Streit geraten, wobei es auch zu Tätlichkeiten gekommen sein soll.

Mutmaßlich aus Rache kam der Mann mit einer Pumpgun und zwei Pistolen bewaffnet zurück und gab mehrere Schüsse ab. Verletzt wurde niemand.

Zeugen melden Schießerei in Tangermünde

Ob er scharfe Munition oder Platzpatronen abgefeuert hat, wird derzeit noch ermittelt. Nachdem mehrere Zeugen die Schießerei gemeldet hatten, nahm die Polizei den – nach Volksstimme-Informationen - alkoholisierten Mann fest. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden weitere Waffen und Munition gefunden. Woher diese stammen und welches Gefahrenpotenzial von ihnen ausgeht, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Dass der Mann wieder freigelassen wurde, begründet Brigitte Strullmeier, stellvertretende Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Stendal, damit, dass „kein Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt besteht“.

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz, möglicherweise gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der Tatverdächtige ist weder vorbestraft noch war er bisher polizeibekannt, informierte die Staatsanwältin.