Berlin (dpa) - Der Berliner Schauspieler Edin Hasanovic (28) ist wegen einer Filmrolle nach seinen Worten schon einmal als Verbrecher verdächtigt worden. "Eines Morgens klingelten zwei Polizisten mit einer Vorladung an meiner Tür: Es sei ein Verbrechen begangen worden, und es gebe Hinweise darauf, dass ich der Täter sei", erzählte Hasanovic dem Magazin "Zeit Verbrechen".

Zuvor hatte die Polizei laut Hasanovic nach einem Überfall in Biberach, bei dem eine Frau lebensgefährlich verletzt wurde, mit einem Phantombild nach Zeugen gesucht. Einige wollten den Schauspieler erkannt haben. Erklären konnte er sich das nur durch seine damalige Rolle in dem Film "Schuld sind immer die anderen". Darin habe er einen Gangster gespielt, der eine Frau überfällt. Das Phantombild habe eine rudimentäre Ähnlichkeit mit seiner Filmfigur gehabt.

Er habe selbst noch keine Straftat begangen. "Ich bin total spießig, was Gesetze angeht! Ich würde nie bewusst irgendetwas Verbotenes tun, ich bekomme nicht mal Strafzettel wegen Geschwindigkeitsübertretung", sagte Hasanovic. "Schon als Kind bin ich zur Kassiererin gegangen, wenn ich gesehen habe, dass jemand klauen will."

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