Wellington (dpa) - Besonnen, bestimmt, bescheiden: So sehen seine Fans in Neuseeland Dr. Ashley Bloomfield, der als Generaldirektor des Gesundheitswesens für die Strategie des Landes im Kampf gegen das Coronavirus zuständig ist.

Mit seiner coolen Art, die neuesten Entwicklungen auf der täglichen Pressekonferenz zu präsentieren, ist der 54-Jährige in der Corona-Krise zu einem Liebling der sozialen Netzwerke in dem Pazifikstaat geworden.

Es gibt inzwischen Handtücher mit seinem Konterfei und mehrere ihm gewidmete Songs, darunter den Rap "Sir Ashley Bloomfield". Darin wird dazu aufgerufen, ihn zum Ritter zu schlagen. Seine Anhänger, die sich selbst "Bloomers" nennen und inzwischen auch ein eigenes Twitter-Konto besitzen, haben zudem eine Online-Petition gestartet, um ihn zum nächsten "Neuseeländer des Jahres" zu küren.

Als er kürzlich auf einer der Pressekonferenzen auf seine Popularität angesprochen wurde, gab sich Bloomfield gewohnt zurückhaltend. Gute Führung sei eine Einladung zum kollektiven Handeln, sagte er. Auch die beliebte Premierministerin Jacinda Ardern lobte Bloomfields Art: "Er wird sehr bescheiden, wenn sein Lied gespielt wird.".

In dem knapp fünf Millionen Einwohner zählenden Land wurden bislang 1386 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, neun Menschen starben in Folge der Lungenkrankheit Covid-19. Tausende in Neuseeland gestrandete Deutsche waren in den vergangenen Tagen aus dem Inselstaat in die Heimat zurückgeflogen worden.

Fan-Account auf Twitter

Rap song

Petition

Handtuch-Anzeige

Blooomfield neben Ardern auf einer Corona-Pressekonferenz