Berlin (dpa) - Sechs Wochen vor seinem geplanten Comeback am 19. Dezember hat der 41 Jahre alte Ex-Weltmeister Felix Sturm keine Angst davor, als Box-Opa verspottet zu werden.

"Ich bin ja nicht 51 oder 61 Jahre alt. Außerdem würde ich den Kampf nicht antreten, wenn meine Form nicht gut genug wäre", sagte der in Bosnien geborene Deutsche der "Bild am Sonntag". Er sei voll im Saft und habe sich auch vor der Kampfvorbereitung immer fit gehalten. "Generell ist es im Sport heutzutage so, dass die Athleten länger leistungsfähig bleiben als das früher der Fall war", meinte er.

Sturm war im April wegen Steuerhinterziehung und Dopings zu drei Jahren Haft verurteilt worden. "Ich habe bezüglich der in Deutschland geltenden Steuergesetze Fehler gemacht. Dafür bin ich bestraft worden und habe diese auch dementsprechend angenommen", sagte der Profi, der für den Universum-Boxstall antreten wird.

Im Februar 2016 hatte er gegen den Russen Fjodor Tschudinow den Titel des sogenannten Superweltmeisters der WBA gewonnen. Weil sein Dopingtest ein positives Ergebnis erbracht hatte, legte Sturm den Titel wenige Monate später nieder. In der Verhandlung vier Jahre später verurteilte ihn das Gericht wegen vorsätzlicher Körperverletzung durch Doping.

Motivation für sein Comeback nach fast fünf Jahren Ringabstinenz sind die Liebe zum Boxen und der Wunsch eines erneuten Titelgewinns. "Nach wie vor machen mir das Boxen und das Training unheimlich viel Spaß. Und natürlich möchte ich zum sechsten Mal Weltmeister werden", sagte Sturm. Weder der Ort noch der Gegner für den Kampf stehen bislang fest. "Der Gegner wird in der kommenden Woche bekannt gegeben", sagte der frühere Weltmeister im Mittel- und Supermittelgewicht. In welcher Klasse er demnächst boxen wird, steht noch nicht fest. Er wiege derzeit 81 Kilogramm und könne sowohl im Supermittelgewicht bis 76,2 Kilogramm als auch im Halbschwergewicht bis 79,3 Kilogramm antreten.

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Interview Sturm bei Bild.de (Bezahlschranke)

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