London (dpa) - Box-Weltmeister Tyson Fury will mit seinem britischen Landsmann und Weltmeisterkollegen Anthony Joshua möglichst noch im Dezember 2020 zum sogenannten Mega-Kampf in den Ring steigen.

Damit werden Spekulation geschürt, dass es nicht zu dem angepeilten dritten Kampf zwischen Fury und Deontay Wilder aus den USA kommt. "Wenn Wilder nicht stattfindet, machen wir Joshua im Dezember", sagte Fury beim britischen Pay-TV-Sender BT Sports. "Lasst uns loslegen. Ich bin sofort bereit. Ich hätte heute Abend im Ring gegen ihn gekämpft. Ich würde ihm immer in den Arsch treten zu jeder Tageszeit."

Gegen Wilder hatte Fury im Dezember 2018 ein Unentschieden erreicht und im Februar 2020 durch technischen K.o. in der 7. Runde gewonnen. Ein erneuter Erfolg über den Amerikaner brächte dem WBC-Weltmeister eine stattliche Börse ein, aber keinen weiteren Titel. Joshua indes besitzt die WM-Gürtel der WBO und IBF sowie jenen der WBA als sogenannter Superchampion. Regulärer WBA-Weltmeister ist immer noch der in Köln lebende Syrer Mahmoud "Manuel" Charr, der seit fast drei Jahren keinen Kampf bestritten hat und wegen juristischer Auseinandersetzungen weiterhin als Titelträger geführt wird.

Ob der Mega-Kampf zwischen Fury und Joshua tatsächlich in diesem Jahr zustande kommt, ist fraglich. Joshua soll im Dezember seine Pflichtverteidigung gegen den Bulgaren und früheren Sauerland-Boxer Kubrat Pulew bestreiten. Favorisiert wird deshalb ein Duell der beiden Briten im Sommer nächsten Jahres in einem Fußballstadion.

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Bericht Boxing News

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