Buxtehude (dpa) - Die US-Amerikanerin Amy Giles (53) hat für ihr Buch "Jetzt ist alles, was wir haben" den deutschen Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle" 2018 erhalten. Die Schriftstellerin nahm die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung am Freitag in der Hansestadt entgegen.

Dabei bedankte sich die Preisträgerin besonders bei den Jugendlichen in der Jury: "Das Besondere an dem "Buxtehuder Bullen" ist, dass die Hälfte der Jury aus Jugendlichen besteht. Das ist für mich der Weg, den jeder Jugendliteraturpreis gehen sollte", sagte Giles. Sie staune immer noch über ihren Erfolg.

In ihrem Debütroman beschreibt Giles die problematischen Verhältnisse in einer Familie, hinter deren Fassade es brodelt. Mit häuslicher Gewalt beschäftigte sich auch das Rahmenprogramm der Preisverleihung, bei der das Thema tänzerisch und mit einer Diskussion aufgegriffen wurde.

Der "Buxtehuder Bulle" gilt nach Veranstalterangaben als einer der renommiertesten deutschen Literaturpreise und wird seit 1971 vergeben. Eine Jury aus elf Jugendlichen und elf Erwachsenen entscheidet traditionell per Briefwahl über den Sieger. Frühere Preisträger waren Autoren wie John Boyne, Gudrun Pausewang, Michael Ende, Jostein Gaarder, Stephenie Meyer und Suzanne Collins.