Mexiko-Stadt (dpa) - Die argentinische Schriftstellerin Luisa Valenzuela (80) ist in Mexiko mit dem Carlos-Fuentes-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte ihr "erzählerisches Genie" im Bereich des Romans, der Kurzgeschichte und des Essays, wie das mexikanische Kulturministerium bekanntgab.

Der mit 125.000 Dollar (113.000 Euro) dotierte Preis ist einer der wichtigsten Literaturpreise im spanischsprachigen Raum. Er wurde nach dem Tod des mexikanischen Schriftstellers Carlos Fuentes (1928-2012) gestiftet und wird ab 2019 nunmehr jährlich vergeben.

Valenzuela ("Morgen") hat mehr als 30 Bücher veröffentlicht. 1979 ging sie während der argentinischen Diktatur ins Exil nach New York. Sie lebte auch in Paris, Mexiko-Stadt und Barcelona. Sie wird als erste Frau mit dem Preis geehrt.

Die vorigen Gewinner waren der peruanische Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa (2012), der Nicaraguaner Sergio Ramírez (2014), der Mexikaner Eduardo Lizalde (2016) und der Spanier Luis Goytisolo (2018).

Mitteilung Kulturministerium

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