München (dpa) - Genre-Fans werden das erfolgreiche Debüt von Katja Bohnet, "Messertanz", kennen. Nun hat die Autorin nachgelegt und mit "Kerkerkind" einen Thriller herausgebracht, der im wahrsten Sinne des Wortes kopflos macht.

Der Roman spielt zunächst in Berlin, bei unerträglicher Hitze. Im Wannseeforst wird die verbrannte Leiche einer Frau gefunden. Die Obduktion ergibt allerdings, dass die Türkin erstochen wurde, bevor der Mörder sie anzündete. Aber wer ist er, und warum beging er diese Tat?

Für die beiden Ermittler Rosa Lopez und Viktor Saizew vom Landeskriminalamt eine Herkulesaufgabe, zumal beide momentan nicht hundertprozentig belastbar sind. Schon bald sind sie der Überzeugung, dass der Mann der Türkin der Täter ist. Ihre Theorie wird jedoch über den Haufen geworfen, als weitere Opfer - darunter auch der Verdächtige - auftauchen. Sie sind ausschließlich männlich, und ihnen wurde der Kopf abgehackt. Rosa und Viktor gehen bei ihren Recherchen an ihre körperlichen und mentalen Grenzen.

- Katja Bohnet: Kerkerkind, Knaur Verlag, München, 336 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 978-3-426-52093-2.